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Radweg auf Schienentrasse

10.06.2012 | 05:00 Uhr

Ennepe-Ruhr. Der Regionalverband Ruhr (RVR) will in den nächsten fünf bis zehn Jahren das regionale Radwegenetz in der Metropole Ruhr weiter ausbauen – von derzeit 700 auf künftig 850 Kilometer. Außerdem sollen einzelne Radwege noch stärker miteinander verknüpft werden. Das kündigte der Verband jetzt bei einem Pressegespräch an.

Die Hauptrouten sind der Emscher Park Radweg (230 Kilometer) und der Rundkurs Ruhrgebiet (335 Kilometer). Die geplanten Neubaustrecken sollen vor allem fehlende Nord-Süd-Verbindungen schaffen und Lücken im vorhandenen Angebot schließen.

Mit den Städten eng abgestimmt

Die Planungen zum Ausbau der Radinfrastruktur in der Metropole Ruhr bis zum Jahr 2022 sind im neuen Entwurf zum Regionalen Radwegenetz festgehalten. Dieses mit den Städten und Kreisen eng abgestimmte Programm ist die ruhrgebietsweite Grundlage der Umsetzung für Planung, Grunderwerb, Bau, Qualifizierung und Vermarktung der regionalen Radinfrastruktur.

Der mittelfristige Ausbau umfasst mehr als 25 einzelne Projekte im gesamten Ruhrgebiet, darunter den 55 Kilometer lange Rundkurs „Von Ruhr zur Ruhr“ im Ennepe-Ruhr-Kreis. Der Radweg verbindet auf ehemaligen Bahntrassen die Städte Hattingen, Sprockhövel, Gevelsberg, Wetter und Witten miteinander. Zu 80 Prozent ist der Rundweg fertiggestellt.

Noch eine Lücke zwischen Silschede und Wengern weist der Radweg durch das Bergische Land und entlang der Ruhr auf. Hier hat der RVR übergangsweise eine Ausweichstrecke ausgeschildert. Der Landesbetrieb Straßen.NRW will diese Lücke schließen. Mit Anschluss an den Ruhrtalradweg an der Nierenhofer Straße in Hattingen ist der Radweg seit Oktober 2011 durchgängig befahrbar.

Darüber hinaus kann der Rundkurs mit der Öffnung des Tunnels Schee in Sprockhövel an die Nordbahntrasse in Wuppertal und damit an die Radrouten des Bergischen Trassenverbundes bis ins Rheinland angebunden werden.

Fördermittel beim Land beantragt

Der RVR will sich mit 250 000 Euro am Ausbau des Tunnels Schee beteiligen. Zudem wird der Verband die 1,2 Kilometer lange Verbindung vom Radweg „Von Ruhr zur Ruhr“ in Sprockhövel zum Nordportal des Tunnels realisieren.

Die Kosten belaufen sich auf insgsamt 330 000 Euro. Für beide Baumaßnahmen sind Fördermittel aus dem kommunalen Radwegeprogramm in Höhe von 75 Prozent beim Land Nordrhein-Westfalen beantragt. Die verbleibenden 25 Prozent wären Eigenmittel des RVR.

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2012-06-10 05:00
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