Quartettverein lädt groß ein
28.03.2010 | 20:31 Uhr 2010-03-28T20:31:00+0200
Seinen 100-jährigen Geburtstag feierte der Quartett-Verein Wetter jetzt im Gemeindehaus der Evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde. Zu den Gratulanten zählten Bürgermeister Frank Hasenberg, der frühere Landtagspräsident Uli Schmidt sowie Schauspieler und Kabarettist Stefan Keim.
In seiner Begrüßung blickte der Vereinsvorsitzende Hartmut Büsing auf die bewegte Chronik des Quartett-Vereins zurück, der sich die Verbreitung deutschen Liedguts zum Ziel gemacht hat. Im Jahr 1960 feierten die Mitglieder des Quartett-Vereins das 50-jährige Bestehen ihrer Vereinigung mit einem großen Festakt, der ein ganzes Wochenende lang andauerte. „Der Chor hatte zu diesem Zeitpunkt 62 aktive Sänger”, erinnert sich Hartmut Büsing. „Wenn jetzt Fragen aufgekommen sind, wie die Quartettler dieses Wochenende gestemmt haben, fragen wir am Besten einen von denen, die heute noch dabei sind.”
Tatsächlich waren sechs der Anwesenden des 50. Vereinsgeburtstags auch am 100. wieder zugegen. Und so bekamen Herbert Kuhnke, Emil Rauchschindel, Franz Krzyzak, Albert Hildebrand, Gerd Wassermeier und Erich Sondern für ihre besondere Vereinstreue ein kleines Extra-Präsent überreicht. „Zwei von ihnen haben außerdem eine ganz besondere Verbindung zum Quartettverein”, verriet Hartmut Büsing. „Bereits im Jahr 1952 haben die Quartettler nämlich auf Erich Sonderns Hochzeit gesungen. Und Franz Krzyzak begeht heute gemeinsam mit uns seinen 86. Geburtstag.”
Ohne Chöre wäre
vieles „trist und stumm”
Zudem wurden insgesamt 23 Jubilare geehrt, die dem Verein zwischen 20 und 60 Jahren die Treue halten. Für 40-jährige Mitgliedschaft erhielten Fredi Gruzlo und Fritz Wiese eine Auszeichnung, bereits seit einem halben Jahrhundert sind Alfred Bröter, Rudi Gerblich, Rolf Hildebrandt und Klaus Schulte Quartettler - und auf ganze 60 Jahre im Verein kann Richard Hermann zurückblicken.
Auch Bürgermeister Frank Hasenberg hatte nur gute Worte für den Quartett-Verein übrig. „Ohne Gesangvereine wie den Quartett-Verein bliebe manche Veranstaltung trist und stumm”, lobte Hasenberg das Engagement der Sänger. „Insbesondere den jungen Menschen müssen wir verständlich machen, dass die Betätigung in Vereinen oder Chören nicht nur unsere Ortsteile ein Stück lebendiger macht.”
„Die Sänger hätten in der 100-jährigen Historie des Vereins gezeigt, "wie man Gemeinschaft lebt, aber auch wie man dem Singen in einem Chor neue Impulse verleiht", so Hasenberg.
Doch was wäre ein Männerchor ohne die dazugehörigen Frauen? Und so trifft sich seit 1968 einmal im Monat der Club 68, der aus den Sängerfrauen besteht - wenn auch nicht zum Singen, „sondern zum Tratschen”, wie dessen Kassiererin Renate Büsing verrät.
Am Freitagabend feierte der Quartett-Verein sein Jubiläum intern - doch schon am 8. Mai werden auch Musikfreunde aus Wetter und Umgebung Gelegenheit haben, an den Feierlichkeiten zum 100. Geburtstag teilzunehmen. Denn dann findet ein großes Freundschaftssingen mit fünf lokalen Chören statt - und im Anschluss lädt der Verein gemeinsam mit dem Demag-Werksorchester zum Tanzabend in den Stadtsaal ein. Der Eintritt ist frei. cp
01:58
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