Puffin-Familie taucht wieder am Bleichstein in Herdecke auf

Rückkehr nach Vandalismus: Dank vielfältigen Engagements aus der Bürgerschaft konnte die Hauptschule Herdecke wieder die überarbeiteten Puffins-Figuren am Bleichstein aufstellen
Rückkehr nach Vandalismus: Dank vielfältigen Engagements aus der Bürgerschaft konnte die Hauptschule Herdecke wieder die überarbeiteten Puffins-Figuren am Bleichstein aufstellen
Foto: WP
Was wir bereits wissen
Eine Art Abschiedsgeschenk der Hauptschule: Die demolierten Puffin-Figuren stehen nach einer Reparatur dank Spendengelder wieder am Bleichstein.

Herdecke..  Der Ärger über die Vandalen ist verflogen, am Donnerstag schwebten die Puffins wieder am Bleichstein ein: Dank vielfältigen Engagements aus der Herdecker Bürgerschaft stehen die renovierten Vogel-Figuren der Hauptschule wieder an ihrem Platz. Mehrfach war die Skulptur nach der Installation am 1. Februar 2013 beschädigt worden. Im Frühjahr 2014 baute die Firma von Christian Korge die drei Pappkameraden ab, damit sich der große Papageientaucher und sein Nachwuchs in der Werkstatt erholen konnte und nun wieder auf dem rundum bepflanzten Betonsockel thronen kann.

„Die positive Rückmeldung von vielen Herdeckern hat uns und die deprimierten Schüler motiviert, die Puffins zu reparieren und wieder aufzustellen“, sagte Hartmut Thom. Der kommissarische Leiter der Hauptschule konnte viele Beteiligte, die für die Sanierung mehr als 10 000 Euro gespendet hatten, bei dem kleinen Festakt am Bleichstein-Parkplatz begrüßen. Ihnen erklärte er, dass die Puffins nun deutlich robuster seien. Bauunternehmer Korge trug eine Mörtelschicht und darüber Kunststoff auf. „Durch die harte Oberfläche ist die Figur nun viel stabiler, sie wiegt auch zweieinhalb oder drei Mal so viel wie vorher, als sie knapp 800 Kilo auf die Waage brachte“, so Thom.

Gleiche Bemalung wie ursprünglich

Den letzten Schliff nahmen Hauptschüler wie Laura Henke, Stephanie Lohrsträter und Emin Hedhili vor. Sie fuhren einige Male nach Wetter zu der Halle, in der die Papageientaucher nach ihrer Gesundung standen, und malten die weißen Figuren wieder mit den bekannten Farben an. Sie schrieben auch die Namen der beteiligten Schüler, Lehrer und Sponsoren wieder auf die Oberfläche.

Zu denen gehören der Zweibrücker Hof, wobei Hotelier Hans-Georg Riepe und Tochter Veronika wie bei der Erstinstallation wieder einen großen Betrag spendeten, der Heimat- und Verkehrsverein, die Eheleute Beate und Carl-August Thomashoff, die Dörken-Stiftung, die digitalen Druckprofis von Bruchhäuser, DEW21, Enervie und vor allem die Bürgerstiftung Herdecke. Deren langjähriger Vorsitzender Thomas Küstermann hatte schon im Herbst 2012 das Projekt mit der Hauptschule angestoßen und brachte sich auch bei den Sanierungsbemühungen aktiv ein, moderierte etwa Gespräche zum Ablauf und zur Finanzierung der Reparatur. „Das Motto der Bürgerstiftung Miteinander-Füreinander wird noch auf die Figur geschrieben“, berichtet Thom, was noch zu tun ist. „Auch die Stadtwappen von Herdecke und Berlin, da unsere Schüler die Puffins ja damals mit Studenten der TU Berlin entwickelt und gebaut haben, folgen noch.“

Die Verwaltung beteiligte sich ebenfalls an dem Projekt. „Wir haben auf dem Beet nach einer abweisenden Bepflanzung gesucht und rund um die Figur stachelige Berberitzen eingesetzt“, sagt Ralf Grunwald, bei der Stadt Herdecke zuständig für die Grünanlage. Er bemühe sich außerdem um eine Beleuchtung der Puffin-Familie, über eine nahe gelegene Laterne könnte ein Lichtstrahler diese anleuchten.

Verspätete Lieferung

Kleine Anekdote am Rande: Die Gäste warteten am Mittag recht lange auf die Puffins, da Christian Korge, der in seiner Freizeit die Skulptur reparierte, die Anlieferung erst einen Tag später geplant hatte. Vier seiner Mitarbeiter hoben dann aber nach einem Anruf die Figur gekonnt vom Lkw auf den Betonsockel. Zum Glück tauchten die bunten Vögel nicht ganz so tief ein, wie es ihrer Natur entsprechen würde, sondern sitzen nun artig an ihrem angestammten Platz am Bleichstein.