„Pro Haspe“ meldet Sammelrekord

Herdecke..  Einen Zentner Briefmarken hat die Werbegemeinschaft „Pro Haspe“ an die Briefmarken-Abteilung der Werkstatt für behinderte Menschen (WfbM) der Evangelischen Stiftung Volmarstein übergeben. „So viel hatten wir noch nie“, sagt rückblickend Manfred Schürmann, der Vorsitzende der 42 Mitglieder starken Vereinigung von Geschäftsleuten im Hagener Stadtteil Haspe.

Die bitten ihre Kunden seit elf Jahren darum, eingehende Briefe zu sammeln, um sie regelmäßig säckeweise an die Werkstatt zu spenden. Deren Beschäftigte mit Behinderung schneiden die Briefmarken aus und sortieren sie – unter anderem nach Motiven wie etwa Jahreszeiten und Leuchttürme oder auch nach Ländern. Anschließend werden die Postwertzeichen an Händler oder Sammler weiterverkauft.

Dass diesmal in Haspe eine Rekordmenge zusammengekommen ist, hat einen Grund: Die Commerzbank ist der Gemeinschaft „Pro Haspe“ beigetreten und hat auch ihre Kunden für die Aktion aktiviert. Auch komplette Briefmarken-Alben von Sammlern waren diesmal dabei und wurden an Lars Ahlborn, den Produktionsleiter der Werkstatt, übergeben.

Manchmal sind Schätze dazwischen

Ganz selten findet sich in einer solch riesigen Menge Briefmarken ein durchaus wertvolles Stück. Beispielsweise gehörte zu einer früheren Hasper Großspende eine Briefmarke der Reichsluftpost von Hermann Göring aus dem Jahre 1943. „Die Marke war 400 Euro wert“, hat Manfred Schürmann nachträglich in Erfahrung gebucht.

Wichtig: Wer Briefmarken für die Werkstatt für behinderte Menschen abgeben möchte, sollte dies am besten mit dem kompletten Briefumschlag tun. Ab einer größeren Menge von etwa einem Karton werden die Marken abgeholt.