Polizei geht von tödlichem Bade-Unfall in Wetter aus

Taucher suchen weiter nach dem vermissten 21-Jährigen, der am Samstagabend in der Ruhr in Wengern von der Strömung mitgerissen wurde.
Taucher suchen weiter nach dem vermissten 21-Jährigen, der am Samstagabend in der Ruhr in Wengern von der Strömung mitgerissen wurde.
Foto: WP-Wetter
Was wir bereits wissen
Ein 21-Jähriger aus Ronshausen wurde am Samstagabend in der Ruhr von der Strömung erfasst . Die Suchaktion in Wetter-Wengern läuft.

Wetter.. In Wetter zeichnet sich erneut ein Bade-Drama in der Ruhr ab. Nachdem vor fast genau zwei Jahren ein Achtjähriger ertrunken war, wird seit Samstag ein 21-jähriger aus Ronshausen vermisst. Nach bisherigen Erkenntnissen der Polizei war der junge Mann gegen 20 Uhr in Wengern nahe der Nordstraße in der Ruhr von der Strömung mitgerissen worden.

Angehörige hatten daraufhin die Einsatzkräfte alarmiert. Die begannen mit einer „intensiven Suche“, die jedoch bis zum heutigen Sonntagmorgen ergebnislos bleibt. „Derzeit muss davon ausgegangen werden, dass der 21-Jährige ertrunken ist“, teilte die Leitstelle der Polizei mit.

Die Suche geht derzeit weiter. Auch Taucher des Technischen Hilfswerks (THW) sind vor Ort. Allerdings erschwert das Gewitter die Aktion, die immer wieder unterbrochen werden muss.

Der Einsatzbericht der Feuerwehr

Die Feuerwehr wurde um 20.36 Uhr mit dem Einsatzstichwort „Junge im Wasser“ in die Nordstraße im Ortsteil Wengern alarmiert. Viele dachten direkt an den tragischen Badeunfall von vor zwei Jahren zurück, so der Einsatzleiter. Zunächst hieß es, dass eine 20 Jahre alte männliche Person beim Baden in der Ruhr durch die Strömung abgetrieben und unter Wasser gezogen worden sei. Durch die Angehörigen am Ufer wurden direkt die Rettungskräfte alarmiert. Im weiteren Einsatzverlauf wurden die DLRG Wetter und Witten mit Booten alarmiert, die sofort auf der Ruhr ihre Arbeit aufnahmen. Zusätzlich zu den Booten wurden durch die DLRG Hattingen Strömungsretter ins Wasser gelassen. Weiterhin wurde die Berufsfeuerwehr Witten mit drei Tauchern zur Einsatzstelle alarmiert. Durch das Technische Hilfswerk Wetter/Herdecke wurde der komplette Uferbereich ausgeleuchtet. Für nachrückende Einsatzkräfte wurde ein Bereitstellungsplatz auf der Nordstraße eingerichtet.

Die 15 Angehörigen wurden durch zunächst durch Notfallseelsorger betreut und anschließend an eine Betreuungseinheit übergeben. Auch hier fand die Betreuung durch die Notfallseelsorger weiterhin statt.

Die Uferbereiche wurden von einem Boot und mit einer Wärmebildkamera kontrolliert, zusätzlich wurde der Ruhrverlauf auch über einen Hubschrauber kontrolliert. Durch die Rettungstaucher der Berufsfeuerwehr Witten wurde eine Vertiefung von einer Fläche von ca. 20 x 50 Metern und fünf Meter Tiefe kontrolliert. All dies blieb ohne Ergebnis.

Gegen 1.30 Uhr entschieden sich alle beteiligten Organisationen dazu, die Suche abzubrechen und am Sonntagmorgen fortzuführen. Die letzten Kräfte konnten den Einsatz um 3 Uhr beenden. Insgesamt waren ca. 150 Kräfte von der Feuerwehr, der DLRG, dem THW, der Polizei, dem roten Kreuz und der Johanniter Unfallhilfe vor Ort.