Politiker müssen Prioritätenliste zusammenstreichen
20.01.2010 | 15:43 Uhr 2010-01-20T15:43:00+0100Für die heimischen Politiker wird es ernst: Im Zuge der Etatberatungen müssen sie Farbe bekennen und erklären, welche Investitionen in Wetter durchgeführt und welche erst einmal auf Eis gelegt werden sollen.
Die im Auftrag des Rates erstellte Dringlichkeitsliste für Projekte und Aufgaben, die in Wetter verwirklicht werden sollen, hat ein Volumen von etwa 9,3 Millionen Euro. In Anbetracht des drohenden Nothaushalts müssen die Politiker nun entscheiden, was von der Liste gestrichen wird. Denn komplett werde sie auf keinen Fall einer Überprüfung durch die Bezirksregierung Arnsberg standhalten, schätzt Kay Obergfell, Pressesprecher der Stadt Wetter. Auf ein realistisches Investitionsvolumen mochte sich Kämmerer Andreas Wagener gestern noch nicht festlegen, aber es liegt auf jeden Fall deutlich unter neun Millionen.
Bürgermeister Frank Hasenberg hält sich mit Ratschlägen und Empfehlungen bislang bedeckt. Nur für die Fortsetzung der Innenstadtentwicklung von Alt-Wetter macht er sich stark: Sie hat für ihn höchste Priorität.
Um bei der notwendigen „Rotstiftpolitik” einen Konsens unter den Parteien zu finden, lädt Hasenberg für nächsten Dienstag, 26. Januar, zum interfraktionellen Gespräch ein. Bis zur Verabschiedung des Haushalts in der nächsten Ratssitzung am 11. März haben die Parteien noch Zeit, die Investitionsliste auf ein realistisches Maß zusammenzustreichen. Dann wird sich zeigen, ob das Waldstadion am Harkortberg (900 000 Euro), das Gewerbegebiet am Stork (zwei Mio. Euro) oder die Sanierung der Ruhrmauer (500 000 Euro) oder gar die Fortsetzung der Seeufer-Neugestaltung vorerst dem Rotstift zum Opfer fallen werden. eli
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