Planer wünschen sich Bäume für den Markt

Zwei Bäume sollen den Marktplatz grüner machen.
Zwei Bäume sollen den Marktplatz grüner machen.
Foto: Schlenga/Nossutta
Was wir bereits wissen
Mehr Grün, aber auch Schutz für das empfindliche Pflaster des Bahnhofsvorplatzes in Wetter, das wünschen sich die Planer der Verwaltung. Das Thema wird heute im Ausschuss diskutiert.

Wetter..  Platz gab es am vergangenen Samstag auf dem wetterschen Markt genug. Der Blumenhändler fehlte, es gab keinen Fisch, und der Sockenstand kommt nach Auskunft seines Nachbarn gar nicht mehr. Angesichts der freien Fläche fiel es nicht schwer, sich vorzustellen, wie zwei Bäume den Platz künftig begrenzen sollen. Ein entsprechender Vorschlag steht heute im Stadtentwicklungsausschuss zur Abstimmung.

Die Idee, entlang der Kurve der Bahnhofstraße die Fahrspur mit Bäumen zu begrenzen, ist nicht neu. Bereits im Frühjahr 2013 hatte die Verwaltung einen entsprechenden Vorschlag gemacht. Der Grund: Vor allem die Gelenkbus-Fahren holen oft weit aus und rollen mit ihren schweren Fahrzeugen über das Pflaster des Bahnhofvorplatzes. Entsprechend heißt es in der Vorlage zum aktuellen Stadtentwicklungsausschuss: „Seit Fertigstellung des Bahnhofsvorplatzes wurde mehrfach der hochwertige, großformatige Plattenbelag im Übergang von Busfahrspur zum Fußgänger-, Platzbereich vor dem Bahnhofsgebäude beschädigt.“ Nun sollen zwei Bäume samt Sitzmöglichkeit den Radius der Busse begrenzen.

Doch geht es aus Sicht der Verwaltung nicht nur um Schadensbegrenzung. In verschiedenen Bürgerdiskussionsrunden sei angeregt worden, den Platz zwischen Bahnhof und Einkaufszentrum zu begrünen. Mit der nun vorgeschlagenen Maßnahme würde also „sowohl den technischen Anforderungen als auch dem Bürgerinteresse Rechnung getragen“. Und die Markthändler? Müssten mehr rangieren, wenn noch mehr Bäume auf den Platz kämen, so die einhellige Meinung. Die geplanten Begrenzungsbäume seien kein Problem, schließlich stehen seit Wochen schon zwei Warnbaken in der Kurve vor dem Bahnhof, um das Überfahren des Pflasters zu verhindern.

Doch noch mehr Bäume sehen sowohl Käsehändler Oliver Wulf als auch sein Kollege vom Gemüsestand, Norbert Schäfer, kritisch. „Die dreieckige Form des Platzes macht es sowieso schon schwierig, ihn anständig zu bestücken“, sagt Oliver Wulf. Für ihn wäre für mehr Atmosphäre auf dem Markt vor allem Sauberkeit vorrangig. „Was hier am Morgen ,rumfliegt, ist nicht mehr schön“, so der Händler.

Norbert Schäfer hätte auch nichts gegen etwas mehr Flair einzuwenden, fürchtet aber, dass auf dem Papier über die Köpfe der Händler hinweg geplant werden könnte. „Wenn es mehr Bäume geben soll, muss das vor Ort ausgemessen werden“, so Schäfer. Dass ein Markt auch zwischen Bäumen und Beeten platziert werden kann, weiß der Gemüsehändler aus eigener Erfahrung. Schließlich steht er jeden Donnerstag in der vergleichsweise engen Herdecker Innenstadt. Allerdings: „Da war das von Anfang an so.“

Mehr Attraktivität, das wünschen sich Wulf und Schäfer gleichermaßen. Zumal mit dem Sockenhändler schon wieder ein Stand weggebrochen sei. Oliver Wulf hofft auf den neuen Gastronomen im Bahnhof, der dann „vielleicht auch mal eine Erbsensuppe anbietet“. Und dann denkt er noch einen Schritt weiter, oder auch zwei: „Die Idee, den Markt in die neue Kaiserstraße zu holen, die ist doch auch nicht schlecht.“