Plätze im Offenen Ganztag werden knapp

Erstklässler  kommen nicht nur nach dem Sommer in die Schule, viele werden auch  bei den Betreuungsangeboten angemeldet.
Erstklässler kommen nicht nur nach dem Sommer in die Schule, viele werden auch bei den Betreuungsangeboten angemeldet.
Foto: dpa
Was wir bereits wissen
Im Juni waren es noch vier Anmeldungen zu viel, doch die Stadt Herdecke ist sicher, dass jedes angemeldete Kind einen Betreuungsplatz bekommt. Falls es doch eng wird, wurde nun ein Vergabesystem beschlossen.

Herdecke..  Auch wenn es bisher am Ende immer noch gepasst hat, gibt es nun ein nachvollziehbares Punktesystem für die Vergabe von Betreuungsplätzen an den Grundschulen in Herdecke. Diese Empfehlung hat der Jugendhilfeausschuss einstimmig gegeben.

Wachsende Nachfrage

An den vier Herdecker Grundschulen gibt es „geregelte Halbtagsbetreuung“ und den „Offenen Ganztag“. Seit der Einführung in den Jahren 1991, beziehungsweise 2003 erfreuen sich dies Angebote einer wachsenenden Nachfrage, so die Verwaltung. Zum Anmeldetermin übersteige die Nachfrage regelmäßig an einzelnen Schulen das Angebot an freien Plätzen. Obwohl sich die Situation in den ersten Wochen des neuen Schuljahres erfahrungsgemäß deutlich entspanne, sei die Festlegung von Vergabekriterien notwendig.

Nun gibt es überarbeitete Leitsätze und ein ausdifferenziertes System von Punkten, das die Notwendigkeit für einen Betreuungsplatz nachvollziehbar macht.

Klar ist zunächst: Kinder sollen an den Herdecker Grundschulen ohne Rücksicht auf Konfession oder Staatsangehörigkeit in die Betreuung aufgenommen werden. Da es auch Schüler von außerhalb gibt, wird ein erster Grundsatz festgeschrieben: In erster Linie ist das Betreuungsangebot für Herdecker gedacht.

Sollte die Zahl der Anmeldungen an einer Schule der Zahl der Plätze überschreiten, greift das Punktesystem: Ganz oben auf der Liste stehen dann Kinder, deren Mütter oder Väter alleine mit dem Kind leben und während ihrer Arbeitszeit das Kind nicht anderweitig unterbringen können.

Bonus für Geschwisterkinder

Danach rangieren Eltern, die beide berufstätig sind und ohne Betreuung der Sprösslinge nicht arbeiten gehen könnten. In die Punktewertung einbezogen wird auch, ob die Eltern einen Vollzeit- oder nur einen Teilzeitjob an einzelnen Tagen haben. Einen Bonus gibt es für Geschwisterkinder, die bereits betreut werden und – mit Blick auf das Kind – für „soziale, pädagogische Gründe und Förderbedarf“.