Pfützen am Ruhrufer in Herdecke ärgern einige Fußgänger

Kommt ein Radfahrer, müssen Fußgänger ausweichen und durch Pfützen gehen: Ein Leser beklagt sich über den teilweise schlechten Zustand des Ruhrtalradwegs in Herdecke
Kommt ein Radfahrer, müssen Fußgänger ausweichen und durch Pfützen gehen: Ein Leser beklagt sich über den teilweise schlechten Zustand des Ruhrtalradwegs in Herdecke
Foto: WP
Was wir bereits wissen
Spaziergänger müssen am Herdecker Ruhrufer zum Teil durch Pfützen laufen. Der Weg wird erst im Frühjahr wieder aufbereitet.

Herdecke..  Wer am Wochenende am Herdecker Ruhrufer entlang spaziert, kann dies teilweise als Slalom-Training für den Skiurlaub nutzen. Bekannt ist, dass die Strecke zwischen der Hohensyburg bis nach Wetter (und darüber hinaus) sehr beliebt ist und sowohl viele Radfahrer als auch Fußgänger anlockt. Und das bei fast jedem Wetter.

Ein Herdecker Bürger, der lange in Wetter gearbeitet hat und seinen Namen nicht in der Zeitung lesen will, hat am gestrigen Donnerstag bei der Redaktion vor Ort im Kornspeicher aber Kritik zum Ruhrtalradweg geäußert. „Auf dem Fußgängerweg gibt es speziell zwischen dem Herdecker Gymnasium und Ruderclub viele Pfützen, der Boden scheint da nicht überall das Wasser aufnehmen zu können“, hat der Spaziergänger beobachtet. „Auch im Bereich der DLRG sieht es nicht viel besser aus.“

Kein Ausweichen möglich

Da auch im Winter immer mehr Radfahrer unterwegs seien, könnten Fußgänger eben auch nicht auf den benachbarten Weg ausweichen. „Also müssen immer wieder Leute, etwa mit Rollatoren, durch Pfützen gehen. Das Problem gibt es auch auf der Hagener Seite entlang des Hengsteysee-Freibads“, so der Leser. „Ich habe den Eindruck, dass an diesem Weg jahrelang nichts mehr gemacht wurde. Dabei bietet es sich doch nun mit der Gestaltung des Ruhrvorlandes an, darüber hinaus diese beliebte Strecke zu sanieren.“

Den Eindruck der Vernachlässigung will Andreas Schliepkorte so nicht stehen lassen. Der Technische Leiter der Technischen Betriebe Herdecke (TBH), die für die Unterhaltung des Ruhrtalradwegs auf städtischem Gebiet zuständig sind, kennt die Problematik auf diesen unbefestigten Wegen mit der wassergebundenen Decke. „Im Frühjahr werden diese Abschnitte immer wieder nachgesandet und grob instand gesetzt“, sagt Schliepkorte und bittet demzufolge um etwas Geduld.

Ausbau eine Geldfrage

Im Winter sei das Auftragen von Sand kontraproduktiv, da beispielsweise Hochwasser oder abtauender Schnee diese Arbeit schnell zunichte machen würden. „Natürlich wäre es wünschenswert, die gesamte Wegstrecke ähnlich breit und komfortabel zu gestalten, wie das im Ruhrvorland nun geschieht“, meint der TBH-Verantwortliche. „Doch angesichts klammer Kassen in den Kommunen glaube ich nicht, dass dies in nächster Zeit umgesetzt werden kann“, meint Schliepkorte.