Offene Hände und ein offenes Herz für die Hilfsbedürftigen

Wetter/Herdecke..  Der Verein Aufbau Eritrea trauert um Thomas Himmelmann. Der Volmarsteiner gehörte im Jahr 2001 zu den acht Gründungsmitgliedern des Vereins. Von Anfang an gehörte Thomas Himmelmann als stellvertretender Vorsitzender zum Vorstand und blieb in diesem Amt bis zum Schluss eine tragende Säule des Vereins.

Damals hatte Kidan Zerm, Vorsitzende des Vereins Aufbau Eritrea, erste Kontakte zu dem Volmarsteiner geknüpft und ihn gefragt, ob er nicht mitwirken wolle in einem Verein, der sich um die Ärmsten der Welt in Eritrea kümmert. „Er stimmte sofort zu, bestärkt durch die Berichte über die Not in Eritrea, über die er sich informierte“, so Kidan Zerm. Heute hat der Verein über 300 Dauerspender und 66 aktive Mitglieder.

Viele Male reiste Thomas Himmelmann mit einer zunehmend größeren Anzahl von Vereinsmitgliedern nach Eritrea. Auf diese Weise konnten er und die Mitreisenden sich ein eigenes Bild von der Lage der Menschen und der Armut dort verschaffen. „Er hat nie ein Problem damit gehabt, in einem fremden Land mit fremden Menschen zu arbeiten, er hat sich nie vor den Strapazen anstrengender Reisen gescheut, er war immer großzügig, mit einem großen Herzen und starkem Mitgefühl. So spendete er seine Zeit und sein Geld, seine Hände waren offen für die Hilfe für die bedürftigen Menschen in dieser Welt. Er kannte keine Unterschiede, alle waren für ihn gleich“, würdigt Kida Zerm den Verstorbenen. „Wo wir auch in Eritrea hinkamen, er hat sich immer den Umständen angepasst und mit angepackt. Aus dieser eigenen Erfahrung heraus konnte er seine Freunde und Bekannten noch authentischer überzeugen, und so bekamen beispielsweise viele eritreische Waisenkinder eine Patenfamilie in Deutschland, die ihnen eine Schul- und Berufsbildung ermöglichten. Für die Kinder und Familien in Eritrea wird es schwer und eine große Trauer sein, ihren Freund und Helfer zu verlieren, aber auch für uns ist sein Weggang ein unbeschreiblich großer Verlust.“