Neues Leben für den Bahnhof Wetter

Marion Kuhl (re.) und Kostas Stavropoulos (2.v.re.)eröffnen im wetterschen Bahnhof ihr Modern Greek neu. Die Hausherren Manfred Sell (links), Bürgermeister Frank Hasenberg und Patricia Weinstock (Mitte) freut es, dass schnell ein Nachfolger gefunden wurde.
Marion Kuhl (re.) und Kostas Stavropoulos (2.v.re.)eröffnen im wetterschen Bahnhof ihr Modern Greek neu. Die Hausherren Manfred Sell (links), Bürgermeister Frank Hasenberg und Patricia Weinstock (Mitte) freut es, dass schnell ein Nachfolger gefunden wurde.
Foto: WP
Was wir bereits wissen
Nicht mehr italienische, sondern griechische Spezialitäten gibt es künftig im Bahnhof Wetter. Die Inhaber von Modern Greek, seit drei Jahren an der Theodor-Heuss-Straße aktiv, ziehen im März um.

Wetter..  Sie sind nicht neu im Geschäft und doch voller Tatendrang, Neues auszuprobieren: Marion Kuhl und Kostas Stavropoulos eröffnen ihr Modern Greek (bisher in der Theodor-Heuss-Straße) noch einmal – im Bahnhof Wetter. „Eine der schönsten Locations der Stadt“, schwärmt die 44-Jährige und lädt Bürgermeister Hasenberg, Baufachbereichsleiter Manfred Sell sowie Patricia Weinstock gleich auf ein Gläschen Sekt oder Selters ein. Und während es bei den städtischen Hausherren auf der Zunge prickelt, erklärt Marion Kuhl von ihren Plänen für das neue Modern Greek. Wichtigste Änderung zu den Vorgängern: „Wir wollen den ganzen Tag und an allen Tagen der Woche unsere Gäste willkommen heißen.“

Westfälisches und Saisonküche

Ab 11 Uhr wollen Kuhl und Stavropoulos die Türen zum ehemaligen Bahnhof öffnen. Bis 14.30 Uhr soll dann ein Mittagstisch angeboten werden. „Und da gibt es nicht nur Griechisches“, wollen die Wirte ein breites Publikum ansprechen. Suppen, Eintöpfe und


kleine Mittagsgerichte stehen auf der Karte, „Westfälisches oder Gerichte der Saison“, erklärt Kuhl. Eine passende Expertise für diesen Part bringt die seit 30 Jahren in der Gastronomie aktive Frau mit: Marion Kuhl stammt aus dem Sauerland.

Bevor Mitte März aber das erste Gericht am neuen Standort serviert wird, gibt es noch viel zu tun. „Die schönen Lounge-Möbel aus dem Obergeschoss wollen wir nach unten bringen“, erklärt Kuhl. Denn vor allem zur Kaffee-Zeit am Nachmittag sollen es sich die Gäste bei einem Stück Kuchen bequem machen können. Bei den süßen Leckereien wird es dann aber wieder griechisch: „Süß und lecker“, beschreibt Kostas Stavropoulos das Gebäck seiner Heimat. Der 39-Jährige möchte den Gästen in der Lounge-Ecke allerdings lieber einen Cocktail servieren, denn das Mixen gehört zu den heimlichen Leidenschaften des Griechen. Über viele Jahre hat er gemeinsam mit Marion Kuhl auf der Hohensyburg gearbeitet. Als Barkeeper weiß er, was im Glas gut zusammen passt.

Während Stavropoulos später hinter der Bar mixt, sucht Marion Kuhl schon jetzt die passenden Farben für ihr neues Restaurant aus. „Die Voraussetzungen sind gut, aber wir wollen dennoch auch optisch einiges verändern.“ Beim inhaltlichen Konzept sollen schließlich Ideen verwirklicht werden, die im früheren Märkischen Hof an der Theodor-Heuss-Straße keinen Platz gefunden haben. „Da waren wir räumlich beschränkt“, sagt Marion Kuhl. „Es hatte zum Beispiel nur ein Bouzouki-Spieler Platz, jetzt können wir auch mal eine ganze Band einladen.“ Apropos Musik: Vor allem am Wochenende darf es im Bahnhof auch einmal lauter werden. Wenn die A-la-Carte-Gäste mit dem Essen fertig sind, wird unter dem Motto „leben, lieben, lachen“ zu Cocktails und mehr eingeladen. „Freitags und samstags spielen wir dann auch aktuelle Musik, weniger Griechisches“, verrät Marion Kuhl. Regelmäßig wollen die Wirtsleute außerdem wieder zur Mottoparty einladen. Und dann darf auch getanzt werden.

Belebung der Innenstadt

Bürgermeister Frank Hasenberg ist zuversichtlich, dass die seit drei Jahren in Wetter erfolgreichen Wirtsleute dem Bahnhof wieder Leben einhauchen können. „Sie kennen Wetter und sie kennen die Wetteraner“, sagt Hasenberg. „Und sie haben noch viele Ideen.“ Für die Stadt schließt sich mit der Neuvermietung des Bahnhof ein unangenehmes Kapitel, denn der Vorgänger war lange Zeit die Pacht schuldig geblieben. Und das Vorzeigeobjekt der neuen Innenstadt stand nun schon seit dem Spätherbst leer. „Dass nun neue Pächter gefunden wurden, die auch die Außengastronomie wieder beleben wollen, kann der Stadt nur gut tun“, hofft Frank Hasenberg gemeinsam mit den Wirtsleuten nun auch auf viele Gäste im Modern Greek.