Neue Herdecker Stiftung will jungen Menschen beistehen
26.05.2008 | 17:47 Uhr 2008-05-26T17:47:27+0200Herdecke. Aus dem Winterurlaub im letzten Jahr kehrte Robert-Karl Rudolph nicht mehr zurück: Ein Sturz mit dem Snowboard endete für den erst 25-jährigen Herdecker tödlich. ...
... Jetzt haben die Eltern, Karl-Ulrich und Renate Rudolph, gemeinsam mit Freunden ihres Sohnes und Nachbarn die Jugendstiftung Robert-Karl Rudolph gegründet.
"Es gibt Chancen genug, aber oftmals finden die Jugendlichen sie nicht", sagt Karl-Ulrich Rudolph. Die neue Stiftung soll helfen, das zu ändern. Besonders junge Menschen, die Gefahr laufen, sich selbst zu verlieren, sollen in ihrer Fähigkeit gefördert werden, eigene Kräfte für ihre geistige Entwicklung, Bildung und Existenzsicherung einzusetzen und auch anderen zu helfen. Dies ist Sinn und Zweck der neuen Stiftung.
Der junge Robert-Karl Rudolph hatte alles geschafft, um seinen Lebensweg zu gehen und Glück und Erfolg zu finden. Weil er diesen Weg nicht mehr fortsetzen kann, wollen seine Angehörigen, Freunde und Nachbarn nun junge Menschen in ihrer Lebensentwicklung unterstützen. Praktisch soll das so aussehen: Die Stiftung - aktuelles Kapital sind 100 000 Euro - finanziert ab sofort jedes Jahr für einen jungen Menschen ein Freiwilliges Soziales Jahr. Den Anfang macht Patrick Rempe, der gerade sein Abitur an der Friedrich-Harkort-Schule absolviert. Er wird ab August je zur Hälfte in Herdecke und Hagen sein Freiwilliges Soziales Jahr als diakonischer Helfer leisten - fachlich und organisatorisch betreut vom Amt für Jugendarbeit der Evangelischen Kirche von Westfalen.
Patrick Rempe wird regelmäßig mittwochs und freitags ab 19 Uhr im Jugendkeller des Philipp-Nicolai-Hauses als Ansprechpartner für Jugendliche zur Verfügung stehen und dort bei Bedarf den Kontakt zur Jugendstiftung herstellen. Denn die Jugendstiftung wird zudem Hilfestellung jedweder Art bei Bewerbungen geben, wird Betriebsbesichtigungen und Praktikumsplätze vermitteln und zudem sinnvolle Freizeitangebote für Jugendliche organisieren.
Das "Know How" für all diese Angebote bringen diejenigen mit, die die Stiftung gegründet haben und ihre Arbeit unterstützen. Dazu gehören aus dem Vorstand Pfarrer Christoph Gerdom, die Erzieherin Christine Kröner sowie Renate Rudolph als Vorsitzende des Vorstands, die Kuratoriumsmitglieder Stefanie Backhouse-Rudolph, Manfred Kessler, Jacek Romanko und als Vorsitzender Karl-Ulrich Rudolph.
Zum Kennenlernen der Jugendstiftung Robert-Karl Rudolph sind alle Herdecker zur Auftaktveranstaltung für Freitag, 30. Mai, um 17 Uhr ins Philipp-Nicolai-Haus eingeladen. Neben Vorträgen (u. a. von Dr. Dagmar Sommerfeld, Uni Dortmund, zum Thema "Jugendentwicklung im Wechselspiel zwischen Aufbruch und Anpassung") werden auch Dr. Jochen Plaßmann (Werner-Richard-Dr.-Carl-Dörken-Stiftung) und Bürgermeister-Stellvertreter Hans-Dieter Weber persönliche Worte sprechen, Freunde der Stiftung werden Texte und Gedichte vortragen. Anschließend gibt die Band "Pog mo thoin" ab 19 Uhr ein Konzert mit Irish-Folk-Musik.
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