Neuauflage für Herdeckes Lange Tafel

Die Lange Tafel in Herdecke erlebt eine Neuauflage im September. Schon jetzt können Tische gebucht werden. Mehr Infos gibt es in der WP/WR.
Die Lange Tafel in Herdecke erlebt eine Neuauflage im September. Schon jetzt können Tische gebucht werden. Mehr Infos gibt es in der WP/WR.
Foto: WP
Die Bürgerstiftung Herdecke lädt im September wieder zur Langen Tafel. Schon jetzt werden die ersten Tische vergeben.

Herdecke..  Es wird eine Neuauflage der Langen Tafel in Herdecke geben. Am Samstag, 12. September, können sich Bürger wieder gemeinsam an einen Tisch setzen – einmal die Fußgängerzone entlang. „Von Herdeckern für Herdecker – eine tolle Veranstaltung“, das war das Fazit nach der Premiere der Langen Tafel, zu der die Bürgerstiftung Herdecke im vergangenen September eingeladen hatte.

Im Rahmen des „Ab in die Mitte“-Programms war die Tafel 2014 in einen Kulturtag eingebunden. In diesem Jahr soll die Tafel selbst der Höhepunkt sein. „Es ist eine Investition in die Bürgergemeinschaft“, sagt Annette Brincker, Vorsitzende der Bürgerstiftung. Das passe zu dem in der Satzung verankerten Ziel der Stiftung, das Gemeinschaftsgefühl in der Stadt und die Identifikation mit der Stadt zu stärken. „Dazu wollen wir besondere Anlässe schaffen, um den Menschen Gelegenheit zum Treffen zu geben.“

Musiker spazieren durch die Reihen

Am 12. September gibt es nun einen solchen Anlass. 100 Bierzeltgarnituren werden aufgebaut und verwandeln die Fußgängerzone in eine Picknick- und Plaudermeile. „Das Quartett Jazzbaguette hat seine musikalische Begleitung schon fest zugesagt“, freut sich Brincker. Die Percussion-Band „Banda loca“ der Musikschule bringe mit fetzigem Samba-Rhythmus südamerikanisches Flair an die Tische, und die Trompetengruppe der Musikschule gehe mit Gospeln und vielen anderen Stücken an den Start. „Außerdem werden wieder Akkordeonspieler durch die Reihen spazieren und gute Laune verbreiten“, so Brincker.

Inhaltlich will man am Tafel-Konzept eigentlich nichts ändern. „Aber wir werden etwas später anfangen“, sagt Annette Brincker. Als Teil eines Gesamtprogramms habe man 2014 bereits um 11 Uhr beginnen müssen. „Das ist an einem Samstag sehr früh, da haben viele Familien noch etwas anderes zu tun.“ Der Start wurde darum nun auf 15 Uhr verlegt. „Dafür dürfen die Teilnehmer aber auch bis 21 Uhr sitzen bleiben.“

Hinter den Kulissen ändert sich allerdings einiges, denn in diesem Jahr muss die Bürgerstiftung die Organisation alleine stemmen. „Das bedeutet auch, dass wir alle Kosten tragen müssen“, sagt die Vorsitzende der Bürgerstiftung. Musik, Logistik, Reinigung, Technik – da kommt einiges zusammen. „Wir haben uns entschieden, einen Unkostenbeitrag von 10 Euro pro Tisch zu erheben, der zusätzlich zur Tischmiete von 30 Euro anfällt“, erklärt Brincker. Wer nicht gleich einen ganzen Tisch decken will, kann auch Einzelplätze für fünf Euro buchen.

Alle Kosten sind dadurch noch immer nicht gedeckt, darum hofft Annette Brincker auch noch auf ein paar Sponsoren. „Wir müssen in diesem Jahr zum Beispiel die Tische bei einem Profi mieten, 2014 hatten wir sie bei unterschiedlichen Vereinen zusammengesammelt. Doch diesen Aufwand können wir nicht noch einmal stemmen.“

Mehr Programm für Kinder

Die Investition lohnt sich in den Augen der Bürgerstiftung dennoch, auch wenn die Lange Tafel anders als der Bürgerfrühschoppen die Kassen eher belastet. „Mit der Tafel sprechen wir ein gemischtes Publikum an“, so Brincker. Mit mehr Programm für Kinder will man zudem noch mehr Familien locken.