Nach dem Krieg in Volmarstein eine neue Heimat gefunden

Herdecke/Wetter..  100 Teelichter brannten gestern auf dem Geburtstagstisch im Saal des GVS-Altenzentrums an der Goethestraße für Ursula Laschtowitz. Die Seniorin, die am 19. Mai 1915 in Dierschau an der Weichsel das Licht der Welt erblickte, feierte inmitten ihrer Familie und zahlreicher Mitbewohner ihren Ehrentag. „Unsere Familie ist 1945 von Schlesien nach Volmarstein geflüchtet. Dort war der Bruder meiner Mutter mit der Drogerie Gehnich ansässig“, erzählt Sohn Peter Laschtowitz aus der Familiengeschichte. Sein Vater Fritz war während des zweiten Weltkrieges in russische Gefangenschaft geraten und konnte seiner Familie erst 1948 in die neue Heimat folgen. Fritz Laschtowitz betrieb in Volmarstein eine Tischlerei; seine Ehefrau erledigte die Büroarbeiten und kümmerte sich zudem um die beiden Kinder Peter und Christa.

Engagiert war die Jubilarin, die seit neun Jahren im Herdecker GVS-Altenzentrum lebt, auch bei den Frauen der katholischen Kirchengemeinde St. Augustinus und Monika Grundschöttel. Vom dortigen Seniorenkreis überbrachte Resi Dickel Glückwünsche und ein kleines Gedicht mit vielen guten Wünschen zum 100. Geburtstag. Auch Bürgermeisterin Katja Strauss-Köster reihte sich in die Schar der Gratulanten ein – ebenso wie die Sänger vom MGV „Einigkeit“ Volmarstein, die ihre klingenden Glückwünsche überbrachten.