Mutmacher bei Brustkrebs
27.02.2011 | 15:39 Uhr 2011-02-27T15:39:00+0100
Herdecke.Stefanie Mebus hat den Flyer bei ihrem Gynäkologen gesehen und gedacht: „Das ist genau etwas für dich.“ Die Wuppertalerin war extra angereist um den Informationstag des Brustzentrums Herdecke am Gemeinschaftskrankenhaus Herdecke unter dem Titel „Diagnose Brustkrebs! Und was ist mit mir?“ zu besuchen.
„Für mich als Betroffene ist es sehr wichtig mit anderen Frauen zusammenkommen und sich auszutauschen. Hier habe ich alternative Therapieformen wie zum Beispiel die Maltherapie kennenlernt, die sicher etwas für mich wäre“, sagt Stefanie Mebus. Am nachhaltigsten beeindruckte die Gäste der Vortrag von Rita Rosa Martin, einer selbst betroffenen Ärztin. „Man konnte ihre Geschichte direkt nachfühlen“, so Stefanie Mebus, „das ging unter die Haut. Man hat viele Parallelen zum eigenen Leben gesehen.“
Nach den Vorträgen durfte mit den Referentinnen diskutiert werden. „Die Frauen hatten viele kritische Fragen“, freut sich Dr. Anette Voigt, Leitende Ärztin Frauenheilkunde am Gemeinschaftskrankenhaus, „wir haben wirklich Patientinnen, die wissen, was sie wollen. Das macht die Behandlung auch für uns wesentlich effektiver.“
Am Nachmittag konnten die rund 50 Besucherinnen unterschiedliche alternative Therapieformen in kleinen Gruppen kennen lernen. An verschiedenen Ständen gab es Informationen rund um die Heilung unterstützende Ernährung und homöopathische Mittel, die Linderung der Nebenwirkungen von Medikamenten versprechen.
Claudia Wehner, Krankenschwester, hatte diesen Tag organisiert. „Ähnliche Veranstaltungen haben wir schon durchgeführt, in dieser Form findet der Informationstag zur Diagnose Brustkrebs aber zum ersten Mal statt. Er ist auch ein Meilenstein im Rahmen der anstehenden Zertifizierung als Brustzentrum.“
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