Müll rund um Container bleibt ein Problem

Am Container in der Hoffmann-von-Fallersleben-Straße
Am Container in der Hoffmann-von-Fallersleben-Straße
Foto: WP
Was wir bereits wissen
Immer wieder entsorgen Müllsünder ihren Unrat illegal – legen ihn neben Container oder vor das Wertstoffland. Die Kosten tragen alle Bürger.

Wetter..  Container hat niemand gerne in seiner Nachbarschaft; denn in der Regel taugen sie nicht gerade zur Wohnumfeldverschönerung. Aber sie sind nützlich; denn Altpapier, Altglas und auch Altkleider sind wertvolle Rohstoffe und gut geeignet für die Wiederverwertung.

Manche Zeitgenossen aber nutzen Containerstandorte auch als illegale Müllkippe – wie jetzt wieder an der Hoffmann-von-Fallersleben-Straße: Dort haben Unbekannte neben den Containern große Stücke Dämmstoff, blaue Säcke voller Müll und anderen Unrat abgelegt. Das ist nicht nur für Anwohner ein unschöner Anblick, sondern verursacht beim Stadtbetrieb Extra-Kosten, die letztlich über die Abfallgebühren alle Bürger in Wetter zahlen.

Kosten zahlen alle Bürger

„Diese Kosten werden aufgeteilt zwischen dem Stadtbetrieb und dem Vertragspartner AHE“, sagt Stadtbetriebs-Vorstand Ludger Willeke. Entstehen bei der Containerleerung Verschmutzungen, ist allein die AHE zuständig.

„In der Regel fahren unsere Mitarbeiter die Containerstandorte täglich von Montag bis Freitag an, manchmal auch samstags noch“, so Ludger Willeke weiter. Die folgenden fünf Containerstandorte hätten sich dabei als Brennpunkte herauskristallisiert: Hoffmann-von-Fallersleben-Straße, Wasserstraße, Ringplatz, Harkortberg und Köhlerwaldstraße. „Da wird regelmäßig, etwa drei bis vier Mal im Monat, Müll daneben gestellt“, weiß Willeke und spricht von einem Dilemma, in dem die Stadtbetriebs-Mitarbeiter stecken: „Wenn wir den illegal abgestellten Müll schnell wegräumen, steht auch schnell wieder etwas da.“ Bleibe der Müll zur Abschreckung stehen, ärgerte dies die Bürger. „Wie man es macht, ist es verkehrt.“ Zudem bewertet Willeke es als Phänomen, dass Müllsündern ihren Unrat häufig vor dem Wertstoffland oder neben Containern ablegen würden, dafür aber eher selten im Wald: „Die Hürde, es an einem offiziellen Platz abzulegen, scheint dann doch geringer zu sein. Außerdem kann man Wertstoffland und Container ja auch schnell anfahren und dort etwas abladen.“

Matsche ärgert Leser

Meistens handele es sich dabei um Elektrogeräte, „dabei kann man die kostenlos bei uns abgeben“, merkt Willeke an. Aber auch Möbel, Farben, Baustoffe und gelbe Säcke sammelten seine Kollegen immer wieder ein. Erwischt werde übrigens so gut wie nie jemand.

Ein anderes Ärgernis verbindet der Wetteraner Johann Schmidt mit dem Container-Standort in der Wasserstraße. Dort stehen – parallel zum Bürgersteig – vier Papiercontainer nebeneinander. Will man sein Altglas loswerden, muss man zu den Containern, die in zweiter Reihe aufgestellt sind. Eigentlich kein Problem, wenn der Untergrund befestigt wäre. Ist er aber nicht, so dass man dort regelmäßig in einem undefinierbaren Matsch steht.

Johann Schmidt hatte bereits beim Stadtbetrieb vorgesprochen und gefragt, ob man nicht die Glascontainer auch nach vorne neben die Papiercontainer rücken könne. „Da hat man mir zuerst gesagt, das ginge nicht. Dann kam die Auskunft, die AHE sei dafür zuständig.“

Auf unsere Nachfrage versicherte Ludger Willeke, dass seine Kollegen sich die Situation noch einmal anschauen werden und dann eventuell Material auf den aufgeweichten Untergrund auflegen, damit Bürger beim Befüllen der Container künftig nicht mehr im Matsch stecken bleiben.