Mit Spielszenen gegen das Mobbing im Klassenzimmer und auf dem Pausenhof

Herdecke..  Es fängt an mit kleinen Hänseleien und kann in Psychoterror münden: „Mobbing“, anfangs ein Begriff aus der Arbeitswelt, ist längst in der Schule angekommen. Und wird dort auch bekämpft. Ein Baustein gegen die alltäglichen Gemeinheiten ist das Spotlight-Projekt. Zum wiederholten Mal brachte es der Friedrich-Harkort-Schule jetzt „Theater gegen Mobbing“.

Zum Start in den Vormittag führten die „Spotlight“-Darsteller ein paar Szenen auf, die dann in allen vier siebten Klassen besprochen wurde. Dabei erarbeiteten die rund 100 Schüler nicht nur die Unterschiede zwischen Streit und Mobbing, sondern sie suchten auch Antworten auf Fragen wie „Was ist Mobbing?“ und „Was kann man gegen Mobbing tun?“ Andreas Raude, Projektleiter Gewaltprävention beim Arbeitskreis Soziale Bildung und Beratung: „Mobbing ist immer ein Problem der ganzen Klasse. Da gibt es Mobber, Gemobbte und Zuschauer. Meist kommt erst Bewegung in die Sache, wenn die Zuschauer sich auf die Seite des Gemobbten stellen.“

In den siebten Klassen sind die Schüler meist 12 oder 13 Jahre alt, eher zu Beginn der Pubertät also.

Baustein im sozialen Lernen

„Abgrenzen, Hierarchien bilden, Macht ausspielen“, gehört zu dieser Altersstufe, sagt Anne Krüger-Kinder. Sie ist Lehrerin für Deutsch, Englisch und Religion - und Mitglied im Team sozialen Lernen der Schule. Streitschlichterausbildung zählt zu ihren Aufgaben. Damit auch Schüler Schülern helfen können, wenn es los geht mit dem Mobben im Klassenzimmer oder auf dem Pausenhof.

Der Projekttag endete mit einem Gespräch zwischen Projektmitarbeitern und Lehrern, „damit die das, was erarbeitet wurde, weiterverfolgen können“, so Andreas Raude. Das Problem Mobbing löse man nicht an einem einzigen Vormittag.