Mit schweren Verbrennungen per Hubschrauber in Klinik

Bei dem Unfall  in einer Firma im Gahlenfeld  wurden zwei Personen schwer verletzt.
Bei dem Unfall in einer Firma im Gahlenfeld wurden zwei Personen schwer verletzt.
Foto: Elisabeth Semme/WP
Was wir bereits wissen
Zwei schwer verletzte Installateure forderte gestern ein Betriebsunfall in Herdecke. Ein Rettungshubschrauber brachte eines der Opfer in eine Spezialklinik.

Herdecke..  Stromunfall beim Werkzeugbauer Vollmerhaus im Gahlenfeld: Gegen 10 Uhr ereignete sich in der Halle des Industriebetriebs an der Gahlenfeldstraße 6 ein Unfall, bei dem zwei Personen schwer verletzt wurden.

Nach bisherigen Ermittlungen waren Installateure einer Elektrofirma mit Arbeiten an einer Unterverteilung beschäftigt, als ein Lichtbogen entstand. Bei Eintreffen der Feuerwehr war die Lagerhalle sehr stark verraucht.

Mann womöglich in Lebensgefahr

Die beiden Verletzten konnten sich bei Eintreffen des Einsatzleiters eigenständig aus dem verrauchten Gebäude retten. Dabei handelt es sich um einen 28-jährigen Herdecker, der schwere Brandverletzungen erlitt. Der Rettungshubschrauber Christoph 9, der im Wendehammer der Straße Am Kalkheck landete, flog den Herdecker in eine Duisburger Spezialklinik. „Lebensgefahr kann nicht ausgeschlossen werden“, teilte die Feuerwehr mit. Ebenfalls schwer verletzt wurde ein 51-jähriger Wetteraner; er wurde mit Verdacht auf Rauchvergiftung in das Herdecker Gemeinschaftskrankenhaus gebracht.

Die Freiwillige Feuerwehr Herdecke, unterstützt von Kameraden aus Wetter, bekämpfte den Brand zunächst nur von außen. „Eine Sicherheitsmaßnahme für die Einsatzkräfte“, wie Feuerwehr-Pressesprecher Christian Arndt erklärte; denn eine Rauchgasexplosion konnte nicht ausgeschlossen werden. Ein großer Elektroraum brannte in voller Ausdehnung. Dichter Rauch breitete sich auf die weiteren Hallen mit einer Fläche von über 2000 Quadratmetern aus.

Im weiteren Verlauf fluteten die Einsatzkräfte das brennende Kellergeschoss von außen mit einem Schaumangriff. Abschließend führte die Feuerwehr Lüftungsarbeiten mit mehreren Hochdrucklüftern durch. Eine Notfallseelsorgerin und Kräfte vom psycho-sozialen Unterstützungsdienst betreuten die zehn Betriebsangehörigen, die den Unfall teilweise mitangesehen hatten.

Vorübergehend war das Gewerbegebiet Gahlenfeld durch den Unfall komplett ohne Strom und alle Mitarbeiter der dort ansässigen Firmen ohne Arbeit. „Deswegen stehen die Leute hier auch überall auf den Bürgersteigen“, meinte Unternehmer Manfred Schulz vom gleichnamigen Kunststoffunternehmen aus der Nachbarschaft. Mitarbeiter des zuständigen Energieversorgers Mark-E erschienen schließlich am Unfallort, um dieses Problem zu lösen.

Während der Einsatzzeit war die Zufahrt in die Gahlenfeldstraße nicht möglich; die Polizei regelte den Verkehr. Insgesamt waren drei Löschzüge, darunter der Löschzug Alt-Wetter, der Rettungsdienst mit mehreren Kräften sowie die Kreisfeuerwehrzentrale an der Einsatzstelle. 75 Helfer waren vor Ort. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen zur Unfallursache aufgenommen.