Millimeterarbeit mit dem Löschfahrzeug

In der Höltkenstraße und im Deipenbecker Weg in Wengern (hier die Brücke über die alte Bahntrasse) kann es für Einsatzfahrzeuge der Feuerwehr schon mal eng werden
In der Höltkenstraße und im Deipenbecker Weg in Wengern (hier die Brücke über die alte Bahntrasse) kann es für Einsatzfahrzeuge der Feuerwehr schon mal eng werden
Foto: WP
Testfahrt mit einem Einsatzfahrzeug. Die SPD Wengern hat sich die Verkehrssituation rund um den Elberg aus der Perspektive eines Fahrzeugführers der Feuerwehr angesehen.

Wetter..  Das Baugebiet „Auf dem Elberg“ verspricht schönes Wohnen im Grünen. Nur muss man erst einmal dorthin kommen. Mit der Vorstellung des Projektes durch die Sparkassentochter „S-Projekt“ meldeten vor allem bei den Anwohnern der Höltkenstraße und des Deipenbecker Weges in Wengern die Bedenken wegen der Verkehrssituation an. Nicht nur die einspurige Zufahr über ein alte Brücke, die von beiden Seiten auch nur schwer einsehbar ist, sei ein Problem. Auch die engen Straßen und die Parksituation in dem Viertel kamen zur Sprache.

Aussteigen und einweisen

Die SPD in Wengern hat sich die Sorgen der Bürger angehört und nun einen Selbstversuch gestartet. Gemeinsam mit der Freiwilligen Feuerwehr Wengern ist man am vergangenen Mittwoch zu einer Kontrollfahrt aufgebrochen, mit dem großen Lkw um enge Kurven und vorbei an geparkten Autos. „Das war an manchen Stellen schon recht eng“, sagt Alexander Müller vom Ortsverein Wengern. Grundsätzlich sei es beeindruckend, mit welcher Ruhe und Übersicht die Feuerwehrleute ihr Fahrzeug durch die engen Straßen steuerten. „Da sieht man nicht, wo der Wagen anfängt und wo er aufhört.“ Auf der Versuchsstrecke Höltkenstraße und Deipenbecker Weg war aber ganz besondere Umsicht gefragt. An einigen Stellen musste Feuerwehrmann Lars Kaluza aussteigen, um Fahrer Dirk Bünn einzuweisen. „An einigen Stellen musste auch der Bordstein ‘dran glauben“, so Alexander Müller.

Auch der stellvertretende Leiter der Feuerwehr Wetter, Benedikt Danz, hatte sich der Kontrollfahrt angeschlossen, um vor Ort die besondere Lage in Augenschein zu nehmen, um den Parteivertretern auch aus seinem Erfahrungsschatz Hinweise für mögliche Lösungen zu geben. Für die SPD steht dabei fest: Im Zuge der bereits jetzt schon beengten Verkehrssituation und der in Diskussion stehenden Neubebauung am Elberg müsse eine ausreichend gute Erreichbarkeit aller Häuser durch Feuerwehr und Rettungskräfte jederzeit gewährleistet sein. „Auch wenn wir natürlich so viele Parkplätze wie möglich vorhalten wollen; Sicherheit geht immer vor. Es könnte schließlich auch das eigene Haus sein, das in Flammen steht und aufgrund der Parksituation nicht rechtzeitig mit dem großen Löschfahrzeug erreicht werden kann“, so Alexander Müller und Michael Kramer von der SPD Wengern.

Hecken und Sträucher schneiden

Benedikt Danz sieht rund um den Elberg zurzeit keine gravierend andere Situation, als in vielen anderen Straßen von Wetter. „Doch wenn dort noch einmal reichlich Häuser dazu kommen, muss vor allem an den Einmündungen und rund um die Brücke ein Parkverbot ausgesprochen und auch rigoros überprüft werden“, so der stellvertretende Feuerwehrchef. Auch wenn am Abend der Testfahrt „auffällig wenig“ Fahrzeuge auf den Straßen geparkt waren, mit einem großen Feuerwehrfahrzeug – und da habe der Leiterwagen noch eine besondere Dimension – müsse man immer wieder damit rechnen, dass es eng wird. „Vor allem dann, wenn zu weit auf der Straße geparkt wird oder auch mal ein Lkw dort steht“, so Danz. Hinzu komme, dass Anwohner es oft versäumten, ihre Hecken und Sträucher zu schneiden. „Dann wird es noch enger.“

Antrag im Ausschuss

Alle Ideen und Kritikpunkte sollen nun an die Planer der Verwaltung gehen, damit sei eine für alle zufriedenstellende Lösung suchen können. In der kommenden Sitzung des Umwelt- und Verkehrsausschusses werde die SPD einen entsprechenden Antrag stellen, der die Verwaltung zum schnellen Handeln auffordert.

EURE FAVORITEN IN DIESER STUNDE