Mehr Pleiten in Wetter

Wetter/Herdecke..  Im ersten Quartal 2015 wurden bei den Amtsgerichten in Nordrhein-Westfalen 7954 Anträge auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens gestellt. Wie das statistische Landesamt mitteilte, waren das 5,1 Prozent weniger als im entsprechenden Vorjahreszeitraum (damals 8382 Fälle). Die von den Gläubigern angemeldeten voraussichtlichen Forderungen summierten sich in den ersten drei Monaten dieses Jahres nach vorläufigen Ergebnissen auf 1,3 Milliarden Euro (Januar bis März 2014: 1,5 Milliarden Euro).

1875 Insolvenzen betrafen Unternehmen; das waren acht Prozent weniger als im ersten Quartal 2014 mit 2039 Fällen. 6079 Schuldner beantragten die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens; der Großteil (5276) hiervon waren Verbraucherinsolvenzen, d. h. die Verfahren bezogen sich auf Personen, die nicht selbstständig tätig sind (z. B. Arbeitnehmer, Rentner oder Arbeitslose). Die Zahl der Verbraucherinsolvenzen war um 5,8 Prozent niedriger als im ersten Quartal 2014 mit 5601 Fällen.

Die Entwicklung in Herdecke lag in den genannten Zeiträumen im Landestrend, hier reduzierte sich die Zahl der Insolvenzen von elf auf neun (darunter vier Betriebe). In Wetter hingegen stieg die Zahl von acht auf 13. Nach einer Unternehmenspleite Anfang 2014 gab es nun fünf Firmen-Insolvenzen. Bei den Verbrauchern gab es einen leichten Rückgang von sieben auf sechs.