Lob und Hilfe

Es ist bemerkenswert, mit welchem Engagement sich Schulleiter, Lehrer und Bürger um das Schicksal von Kindern bemühen, die ohne Deutschkenntnisse in unserem Bildungssystem stranden. Ein Engagement, das das Lob der Politik sicher verdient hat. Doch klingt ein solches Lob ein wenig schal, wenn die Engagierten zuvor schon vielfach gegen bürokratische Mauern gelaufen sind.

Bei der Diskussion zur Bildungsarbeit für Zugewanderte in Herdecke (siehe Berichte) stellte sich vor allem die Frage, warum so viele Fragen überhaupt noch gestellt werden müssen. Warum ist nicht allen klar, welche Bedürfnisse und Probleme mit dem Zuzug von Flüchtlingen gelöst werden müssen? Es ist ja nicht so, dass in Deutschland noch nie jemand um Asyl gebeten hätte.

Die Ehrenamtlichen werden es schon richten. Das werden sie tun! Aber Hilfe brauchen sie dennoch. Es müssen Strukturen geschaffen werden, die die Kraft der Freiwilligen nicht verschleißt. Und sie müssen funktionieren. Nicht nur in der Theorie.