Lichtburg feiert die Wiedereröffnung

Wer sich den renovierten Stadtsaal von innen anschauen möchte, ist am Freitag, 21. Oktober, in der Kaiserstraße 120 willkommen. Die Lichtburg als Betreiber lädt dann ab 18 Uhr zum Baustellenfest ein.

Das Kulturzentrum bietet allen Interessierten eine Begehung an, informiert über die bisher vorgenommenen Sanierungsarbeiten vor allem mit vielen Fotos und stellt die weiteren Maßnahmen in den folgenden zwei Jahren vor. Zudem möchte sich der Verein bei allen ehrenamtlichen Unterstützern und Förderern bedanken. Vorsitzender Ekkehard Meinecke und Lichtburg-Geschäftsführer Christian Müller-Espey wollen locker durch den Abend führen. Musikschüler und Lehrer sorgen für ein kleines Rahmenprogramm.

Den Abend will das Kulturzentrum auch zum Anlass nehmen, um an den im Mai 2016 verstorbenen Werner Laberenz zu erinnern. Der frühere Bürgermeister von Wetter war nicht nur Mitbegründer der Lichtburg, sondern auch über viele Jahre im Vorstand aktiv. „Das dies im Stadtsaal stattfindet, wäre in seinem Sinne gewesen, er hat sich stets für eine Fortsetzung der Kooperation Stadt-Lichtburg und Investitionen für die Kultur eingesetzt“, sagt Rosemarie Wolf-Laberenz. Die Witwe berichtet, wie einst im Laberenz-Garten die ersten Ideen für das Kulturzentrum zustande kamen. „Werner und andere sahen das kulturelle Potenzial in dieser Stadt, das wollten sie zusammenführen.“ Koffertheater, Musikkonzerte und vor allem Filmvorführungen sollten unter einem organisatorischen Dach stattfinden.

Die Liebe zum Film

Das Steckenpferd von Werner Laberenz war seit jeher das Kino. Schon in Studentenzeiten oder dann als Bildungsreferent baute er diese Leidenschaft aus. „Drei Filmvorstellungen am Tag oder mehr – das war kein Problem für ihn, wobei ja gerade in den 1960-er Jahren viel los war in der Kinoszene“, erzählt Rosemarie Wolf-Laberenz, die mit ihrem Mann früher regelmäßig zur Berlinale oder auch zu den nordischen Filmtagen fuhr. Durch manche Mitgliedschaft in einer Jury sah Laberenz viel von der Welt und versuchte sich sogar mal als Schauspieler in einem Projekt mit dem Dortmunder Regisseur Adolf Winkelmann. „Er war immer neugierig, was sich beim Film tat und wie dort eine Sicht auf das Leben gezeigt wurde“, erinnert sich Wolf-Laberenz. „Er wollte bei den jungen Leuten eine Sensibilität vor allem für filmästhetische Aspekte wecken.“

Dementsprechend setzte er sich für die Kino-Sparte in der Lichtburg ein, nutzte seine vielen Kontakte zur Beschaffung von Filmen und schrieb bis zuletzt die Programmtexte. Auszeichnungen und Förderprogramme waren seinem Engagement zu verdanken. In seiner Zeit als Bürgermeister ließ er seine aktive Mitgliedschaft in der Lichtburg ruhen, ehe er danach und auch während seiner Krankheit wieder im Vorstand mitmischte.