Lange Suche nach der Vergebung

Wetter. Auf einer winterlichen Landstraße kommt es zu einem tragischen Unfall mit einem Kind, als das Auto des Schriftstellers Tomas einen Schlitten erfasst. Zwar trifft den Fahrer keine Schuld, doch hat das Ereignis traumatische Folgen. Tomas fällt in ein tiefes Loch, seine ohnehin kriselnde Beziehung zur Freundin Sara zerbricht, und er rettet sich in sein Schreiben. Der Film „Every Thing Will Be“ von Regisseur Wim Wenders folgt seinem Versuch, dem Leben wieder einen Sinn zu geben und eine eigene Familie zu gründen.

Als er sich nach zwei Jahren an den Unfallort wagt, trifft er Kate, die Mutter des damaligen Unfallopfers, die er um Vergebung bittet. Wiederum Jahre später erreicht ihn ein Brief von deren älterem Sohn Christopher, der sich, mittlerweile 17 Jahre alt, entschlossen hat, jenen Fremden wiederzufinden, dem er nur einmal vor Jahren an dem verhängnisvollen Abend begegnet ist.

Mit großer Sensibilität und visueller Meisterschaft folgt Wenders über eine Spanne von zehn Jahren hinweg dem Leben und der Liebe eines Künstlers, die durch die Suche nach Schuld und Vergebung aus dem Gleichgewicht geraten sind. Die Koproduktion aus Deutschland, Kanada, Schweden und Norwegen ist ab sechs Jahren freigegeben. Der Film läuft am heutigen Donnerstag und am Sonntag, 21. Juni, jeweils um 20 Uhr in der Lichtburg