Landesmittel für Arbeit mit Flüchtlingen

Herdecke..  Die Summe klingt zunächst ganz stattlich: 18 000 Euro konnte das bei der Kreisverwaltung angesiedelte Kommunale Integrationszentrum (KI) an Initiativen für ehrenamtliche Flüchtlingsarbeit verteilen. Das Geld stammt aus einem vom Land aufgelegten Förderprogramm. Jetzt steht fest: Unterstützt werden 29 Projekte in Breckerfeld, Ennepetal, Gevelsberg, Hattingen, Herdecke, Schwelm, Sprockhövel und Witten. Und da ist es mit der Stattlichkeit dann auch schon vorbei: Sie erhalten zwischen 150 und 2.000 Euro. In Herdecke geht das Geld an den Verein zur Förderung christlicher Sozialarbeit (VCS).

„Über die Stadtverwaltungen hatten wir Vereine und Verbände, Kirchengemeinden und Migrantenorganisationen, die sich ehrenamtlich in der Flüchtlingsarbeit engagieren, auf die Fördermöglichkeit hingewiesen. Zusätzlich haben wir zu einer Informationsveranstaltung eingeladen“, erläutert Joram Isken vom KI. Anschließend reichten 15 Organisationen Anträge auf eine Förderung aus dem Programm „Ehrenamt in der Flüchtlingshilfe“ ein.

Mehr Betroffene, mehr Helfer

„Die Ehrenamtlichen helfen Flüchtlingen, die Trauma, Krieg und Folter erlebt haben, hier bei uns einen Neustart zu schaffen. Mit unserem Programm wollen wir den Betroffenen den Zugang zu Sprache und zu Gesellschaft erleichtern“, hatte NRW Integrationsminister Guntram Schneider bei der Vorstellung betont. „Auch für den Ennepe-Ruhr-Kreis galt und gilt: Parallel zum Anstieg der Flüchtlingszahlen steigt das Engagement in der Bevölkerung. In allen Städten ist spürbar, wie Bürger den Betroffenen helfen möchten“, hebt Isken hervor.