Lärm aus Glascontainern ärgert weiter Herdecker Anwohner

Horst Flaßhoff ärgert sich als Anwohner der Bahnhofstraße weiter über den Lärm der Glascontainer vor seiner Haustür, nachdem von 1996 bis 1998 sich schon das Verwaltungsgericht Arnsberg mit dieser Ruhestörung beschäftigt hatte.
Horst Flaßhoff ärgert sich als Anwohner der Bahnhofstraße weiter über den Lärm der Glascontainer vor seiner Haustür, nachdem von 1996 bis 1998 sich schon das Verwaltungsgericht Arnsberg mit dieser Ruhestörung beschäftigt hatte.
Foto: WP
„Man kann sich auf den Kopf stellen, da prallt alles ab.“ Das sagt Anwohner Horst Flaßhoff zur Haltung der Stadt Herdecke und Politiker wegen des Lärms durch die zwei Glascontainer in der Bahnhofstraße. Die beschäftigten schon das Verwaltungsgericht Arnsberg.

Herdecke.. Richtig viel Papierkram. Horst Flaßhoff blättert sich durch viele Schreiben, die zwischen 1996 und 1998 von ihm, weiteren Anwohnern der Bahnhofstraße in Herdecke bzw. dem gemeinsamen Anwalt und der Stadtverwaltung sowie dem Verwaltungsgericht Arnsberg hin- und hergeschickt wurden. Der Anlass wäre laut Flaßhoff auch heute noch aktuell: der Krach und die Verschmutzung durch die Glas- und Papiercontainer vor der Robert-Bonnermann-Grundschule.

Bitte um eine Standortverlagerung

„Unsere Klage wegen Ruhestörung und die Bitte um eine Standortverlagerung hatten damals keinen Erfolg“, erzählt Flaßhoff, der durch die jüngst an dieser Stelle geschilderten Container-Probleme am Westender Weg wieder an die Problematik vor seiner Haustür erinnert wurde. Vor allem ein Satz des Verwaltungsrichters ist ihm in Erinnerung geblieben: „Der sagte damals, dass er einen schlechteren Standort für Container noch nicht gesehen habe.“ Lärmmessungen der Anwohner, in jener Zeit beteiligten sich etwa ein Dutzend Herdecker an der Initiative, hätten hohe Werte von etwa 90 Dezibel ergeben.

Müllentsorgung Bis heute habe sich nichts geändert. Teilweise würden Leute um 5 Uhr morgens oder auch sonntags Flaschen in eine der zwei Boxen werfen, auch um 23 Uhr würde Flaßhoff manchmal wegen klirrender Glasscherben wach. Zudem beklagt er, dass oft Papierfetzen herumfliegen und sonstiger Müll in der unteren Bahnhofstraße liege. „Und immer wieder – in letzter Zeit allerdings nicht mehr so häufig – stecken Leute den Papiercontainer in Brand, wegen des Gestanks kann man dann ein paar Tage nicht lüften.“

Kaum Hoffnung auf Besserung

In dem Maß, wie sich Flaßhoff darüber ärgert, so gering sind auch die Hoffnungen auf Besserung. „Es liegt im Ermessensspielraum der Verwaltung, wo sie die Behälter aufstellt.“ Seine Anfragen an Stadt und Politik, dass die Container aus der Bahnhofstraße doch etwa auf dem Parkplatz hinter der Sparkasse bei Aldi weniger Leute stören würden, hätten nichts bewirkt. „Man kann sich auf den Kopf stellen, da prallt alles ab.“