Kunst trifft Schule

"Von Haus zu Haus" hieß das aus Landesmitteln geförderte Kunstprojekt, an dem die Kinder der Bergschule teilgenommen haben.
"Von Haus zu Haus" hieß das aus Landesmitteln geförderte Kunstprojekt, an dem die Kinder der Bergschule teilgenommen haben.
Foto: WP
Was wir bereits wissen
An der Bergschule in Wetter haben die Viertklässler den Pinsel in die Hand genommen. Angeleitet von Künstlerin Rosi Wolf-Laberenz haben sie ihre Stadt entdeckt und ihre Eindrücke in Kunst verwandelt.

Wetter..  Die Jungen und Mädchen drängeln sich auf dem Schulflur. Jedes Kind hat ein Bild in der Hand und will es gern für die Kamera präsentieren. Sie sind stolz auf ihre Werke. Und der Stolz ist gerechtfertigt, denn die Schüler der vierten Klassen in der Bergschule haben sich lange und intensiv mit dem Thema Malerei auseinandergesetzt. „Das waren ganz neue Erfahrungen für unsere Schüler“, sagt Schulleiterin Petra Großmann.

Möglich gemacht hat diese Begegnungen mit Pinsel, Papier und Farbe Rosi Wolf-Laberenz, die seit vielen Jahren immer wieder Kunstprojekte in Schulen durchführt. Unterstützt durch unterschiedliche Landesprogramme – in diesem Fall der Fördertopf „Kultur und Schule“ – versucht die Künstlerin, den Kindern mehr als Malen beizubringen. „Von Haus zu Haus“ war das viermonatige Projekt überschrieben, bei dem die Kinder regelmäßig in kleinen Gruppen mit Wolf-Laberenz gearbeitet haben.

Und von Haus zu Haus ging es auch, nachdem im Werkraum der Schule zunächst Experimente mit Farbe, Papier und Pigmenten auf dem Programm gestanden haben. „Wir sind gemeinsam durch die Stadt gegangen und haben uns die unterschiedlichen Häuser angeschaut“, so die Künstlerin. Jedes Kind hat außerdem ein Tagebuch geführt, in das eigene Beobachtungen und auch kleine Skizzen eingetragen werden konnten.

Skizzen, die später als Vorlage für ein Bild auf Leinwand oder Künstlerpapier dienten. Da sind Fachwerkhäuser zu sehen, natürlich der Harkortturm, aber auch die Bauten an der Phillipshöhe. Beeindruckend für die Lehrerinnen Sabine Bruzek und Annette Herrmann, die das Kunstprojekt unterstützt haben, wie auch für die Künstlerin Rosi Wolf-Laberenz ist immer wieder das Engagement, das die Kinder beim Umgang mit den unbekannten Werkstoffen und Techniken zeigen.

Fröhliche bunte Bilder

„Das ist etwas anderes, als mit dem Farbkasten auf normalem Papier zu malen“, sagt Wolf-Laberenz, die sich freut, mit hochwertigen Materialen arbeiten zu können. „Auch die Wertschätzung gegenüber der eigenen Arbeit wächst dadurch.“ Für Petra Großmann ist die Zusammenarbeit mit der Künstlerin eine Bereicherung für den Schulalltag. „Das, was in diesen Projekten geboten wird, geht über unsere Möglichkeiten hinaus“, sieht sie für die Jungen und Mädchen einen positiven Lerneffekt. Und für die Schule hat das aktuelle Projekt noch einen weiteren Nutzen: An den Wänden hängen nun jede Menge fröhlicher bunter Bilder mit Ansichten dieser Stadt.