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Kunst bei Kaffee und Kuchen

03.02.2012 | 16:36 Uhr
Kunst bei Kaffee und Kuchen
Kunst an der Wand als stiller Begleiter von Kaffeerunden. Foto;: Theo Schmettkamp

Wetter.„Ich wollte der Kreativität einen Raum geben“, sagt Catrin Lang. Es ist ihr gelungen. Längst haben kreative Köpfe aus Wetter und Umgebung die urgemütliche Atmosphäre des „Café Bonheur“ in der „Villa Bönnhoff“ für sich entdeckt und gestalten die meterhohen Wände gern mit ihren Arbeiten.

Genau drei Jahre ist es her, dass Catrin Lang ihr Café an der Kaiserstraße 51 eröffnete. In Sofas, auf Sesselchen und Stühlen bietet es Platz für 45 Gäste - bei Bedarf finden weitere Besucher in einem Nebenraum Platz. Meist sind es Stammkunden, die sich hier eine kleine Auszeit gönnen. Catrin Lang weiß, dass sich manche Gäste von der Kaffeehaus-Atmosphäre gern inspirieren lassen: „Manchmal sitzen Leute hier und schreiben.“

Schon gleich nach der Eröffnung hatte eine Kunststudentin aus Dortmund mit afrikanischen Motiven auf großformatigen Leinwänden das kleine Café in eine Galerie verwandelt. „Viele sprechen mich direkt an und fragen, ob sie hier ausstellen können. Einige nehmen auch per Mail Kontakt zu mir auf“, so Catrin Lang. Aber bevor sie ihr OK gibt, nimmt sie die Arbeiten stets persönlich in Augenschein.

Bilder müssen sich im Trubel behaupten

„Es muss nicht immer die ganz große Kunst sein“, sagt die Wetteranerin, die übrigens Kunsthistorikerin ist. „Aber die Bilder sollten schon eher großflächig sein; sie müssen sich ja in diesem Trubel auch behaupten können.“ Ob eine Werkschau mit oder ohne Vernissage beginnt, das entscheidet die Geschäftsführerin dann in Absprache mit den Künstlern.

Die inzwischen achte Ausstellung zeigt 20 Fotografien des Wetteraners Jens Bonnermann: Bizarre Blütenkelche hat Bonnermann ebenso mit seiner Kamera festgehalten wie das Fünf-Giebel-Eck oder die Burgruine in der historischen Freiheit. „Das Publikum hier ist sehr unterschiedlich“, erzählt Catrin Lang, „es kommen viele ältere Damen, aber auch viele junge Leute, Studenten etwa. Die reagieren natürlich ganz unterschiedlich auf das, was an den Wänden hängt.“ Auf jeden Fall würden sie stets mit Neugier die Arbeiten an den Wänden betrachten - und manchmal auch kaufen. In der liebevoll sanierten Industriellen-Villa hat die Kunst längst ein Zuhause gefunden.

Elisabeth Semme

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