Krankenhaus in Ende sucht Helfer für Demenz-Betreuung

NRW-Ministerin Schulze (2.v.re.) zeichnete das Demenzprojekt am Krankenhaus Herdecke als Ort des Fortschritts aus. Das Betreuungsangebot „Teekesselchen“ unterstützt Patienten und Pflegende.
NRW-Ministerin Schulze (2.v.re.) zeichnete das Demenzprojekt am Krankenhaus Herdecke als Ort des Fortschritts aus. Das Betreuungsangebot „Teekesselchen“ unterstützt Patienten und Pflegende.
Foto: WP
Was wir bereits wissen
Das Gemeinschaftskrankenhaus sucht ehrenamtliche zur Demenz-Betreuung. Die erfolgt in einem speziell eingerichteten Raum, dem „Teekesselchen“.

Herdecke..  Seit 2009 gibt es im Gemeinschaftskrankenhaus Herdecke (GKH) das „Teekesselchen“ als besonderes Betreuungsangebot für Patienten mit Orientierungsstörungen oder Demenz. Das Projekt, das im vergangenen Jahr vom Wissenschaftsministerium als „Ort des Fortschritts“ ausgezeichnet wurde, sucht ab sofort ehrenamtliche Helferinnen und Helfer zur Unterstützung.

Hohes Sturzrisiko

Für Patienten mit der Nebendiagnose Demenz ist laut Mitteilung eine besondere Betreuung notwendig. Speziell ältere Menschen, die im Akutkrankenhaus behandelt werden, seien häufig auch demenziell erkrankt. Für Menschen mit Orientierungsstörungen oder Demenz sei der Alltag im Krankenhaus schwer zu bewältigen, viele von ihnen werden demnach unruhig oder aggressiv, haben ein hohes Sturzrisiko, manche versuchen wegzulaufen.

Deshalb gibt es im GKH seit 2009 für Patienten mit der Nebendiagnose „Demenz“ die Möglichkeit zum Besuch in einem speziell eingerichteten Tagesbetreuungsraum, dem „Teekesselchen“. Betreut von der qualifizierten Altenpflegerin Heike Bartolomey, finden Patienten dort einen besonderen Rückzugsort mit verschiedenen Gemeinschaftsangeboten. Hier werden sie mobilisiert und in ihren Ressourcen gestärkt, sie erleben dort Zuwendung, Fürsorge und Respekt.

Ehrenamtliche Helferinnen und Helfer unterstützen die hauptamtliche Mitarbeiterin im „Teekesselchen“ an folgenden Tagen: Montag bis Donnerstag (vormittags von 10.30 bis 13 Uhr und nachmittags von 15 bis 17 Uhr) sowie Freitag vormittags (10.30 bis 13 Uhr).

„Mit Zuwendung und Aufmerksamkeit leisten wir einen Beitrag zum Wohlbefinden der Patienten, um die Zeit des Krankseins und den Aufenthalt im Krankenhaus zu erleichtern“, sagt Jasmin Shmalia von der Pflegedienstleitung.

Spezielle Schulung

Ab sofort werden noch ehrenamtliche Helferinnen und Helfer zur Unterstützung des Projektes gesucht, ihnen wird eine spezielle Schulung zur Vorbereitung auf die neue Aufgabe angeboten.