Kräftiger Zuschlag bei Sanierung des Schrabergbades

Das Sponsorenschwimmen im Freibad am Bleichstein für die Sanierung des Hallenbades am Schraberg hat Spaß gemacht und war erfolgreich. Jetzt ist der Finanzbedarf aber noch einmal stark gestiegen.
Das Sponsorenschwimmen im Freibad am Bleichstein für die Sanierung des Hallenbades am Schraberg hat Spaß gemacht und war erfolgreich. Jetzt ist der Finanzbedarf aber noch einmal stark gestiegen.
Foto: Mark Sonneborn
Was wir bereits wissen
Es gibt schlechte Nachrichten. Die Arbeiten am Schrabergbad in Herdecke werden 315 000 € teurer und bis November dauern

Herdecke..  Normalerweise ist der Tagesordnungspunkt „Mitteilungen der Verwaltung“ schnell abgehakt. Ein paar knappe Infos, und die eigentliche Sitzung kann beginnen. Nicht so jetzt im Schulausschuss. Mehr als eine Stunde brauchte die Bauverwaltung für ihre Mitteilungen allein zur Schrabergschule und den Gebäuden drumherum. Grund für die detaillierten Angaben waren gleich drei schlechte Nachrichten: Die Sanierung des Hallenbades verteuert sich um 315 000 € auf jetzt 1,2 Millionen Euro. Die Fertigstellung verzögert sich bis in den November. Und zu allem Unglück ist bei der Turnhalle am Schraberg mit besonderen Aufwendungen in Höhe von knapp 240 000 zu rechnen.

Der doppelte Finanzbedarf trifft die Stadt in einer ohnehin angespannten Lage. „Wir müssen alle Register ziehen, um die Kosten einigermaßen aufzufangen“, erklärte Finanzdezernent Frank Zagler jetzt im Schulausschuss. Für Peter Gerigk von den Grünen war die Überschreitung der bisherigen Ansätze um mehr als ein Drittel „der Hammer“. Von der Bauverwaltung hätte er sich schon früher ein Signal zu dieser Kostenexplosion gewünscht, auch um möglicherweise noch mal abspecken zu können.

Kenntnisse „nicht ausreichend“

Die erste Kostenschätzung sei zu einem sehr frühen Zeitpunkt vorgenommen worden, so Claudia Schulte von der städtischen Bauunterhaltung. „Mittlerweile sind wir tief in der Planung.“ Allein im Bereich der Schwimmbadtechnik haben sich die erwarteten Kosten um 211 000 € erhöht. Die Kenntnisse der Bauverwaltung seien bei der ersten Überschlagsrechnung „nicht ausreichend“ gewesen. Zusätzlich mache eine Verschärfung der Normen die Technik teurer.

Weil die Verwaltung in einem anderen Fall auf die Kostenbremse getreten haben, müssen die Jungen und Mädchen der Schrabergschule und auch in den Vereinen jetzt ein paar Monate länger auf die Wiedereröffnung des Bades warten. Das Ergebnis einer Ausschreibung für die Innendämmung habe deutlich über dem Ansatz gelegen. Nun werde neu geplant und ausgeschrieben. Verzögerung: zwei Monate.

Wiederaufbau beginnt in Kürze

Immerhin ist der Abbruch der maroden Teile des Bades abgeschlossen. In Kürze soll mit dem (Wieder-)Aufbau begonnen werden. Lehrer und Schüler haben zuletzt ziemlich gelitten. „Der Abriss war extrem hart“, so Schulleiterin Sabine Jessinghaus, was aber keine Klage sein sollte: „Wir leiden gerne dafür, dass wir bald wieder ein Bad haben werden.“