Kompromisse statt Nachtreten

Grüne. Sehr geehrter Herr Gerigk: Iris Stalzer, Birgit Berg und Jens Plümpe habe nicht nur ich als aufrechte und überzeugte Grüne kennen gelernt. Auch muss man als Grüne/r oder grüner Sympathisant, wie ich einer bin, nicht jeden Meter Beton um das neue Westfalia-Gelände und den überdimensionierten Haltepunkt „Bahnhof“ gut finden.


Diese öffentliche Kritik müssen Sie, als jemand der gern und heftig austeilt, ertragen können. Dass die Grünen gleichwohl Einiges in Herdecke bewegt haben, zusammen mit den Dreien und übrigens auch mit ihrem früheren Koalitionspartner SPD und deren Bürgermeister Koch, ist unstreitig.

Die angeblichen drei „Mandatsklauer“ sind ganz offensichtlich nicht vor Ihnen und Ihrem überörtlichen Parteieinfluss eingeknickt, sondern haben eine Kompromisslinie gesucht. Die Drei sind echte Grüne, denen es in erster Linie um die Sache und um mehr Mitspracherecht bei den Grünen geht. Und sie stehen nicht allein in der grünen Partei.

Lassen Sie nicht „Nachtreten“ zu Ihrem Markenkern werden und gehen Sie auch auf Menschen zu, die mal anderer Meinung sind als Sie. Jetzt sind Sie gefragt die Initiative zu ergreifen! Machen Sie Kompromisse, verhindern Sie eine weitere Zerlegung der Herdecker Grünen, und Sie gewinnen an Glaubwürdigkeit.