Kompromiss gut für Schnee-Pläne

Herdecke..  Auch die Ratsfraktion von Bündnis90/Die Grünen in Herdecke hat weiterhin die Nachfolgeregelung für einen Supermarkt auf dem Schnee im Blick. Sie reagiert auch auf den am 27. März in dieser Zeitung abgedruckten Leserbrief von Friedhelm E. Specht („Nahversorgung wichtig am Schnee“).

Demnach haben sich die Grünen immer für eine Maximalgröße von 1000 Quadratmetern für einen Markt an der Stadtgrenze Herdecke-Witten eingesetzt. „Unterstützung für diese Haltung, die ja nicht nur von der Herdecker Verwaltung, sondern im Bauausschuss auch von der SPD, CDU und FDP geteilt wurde, haben wir ja zwischenzeitlich auch von dem Gutachten bekommen, das die Stadt Witten im Bebauungsplanverfahren in Auftrag gab“, erklärten Andreas Disselnkötter und Peter Gerigk. Dieses Gutachten besage, dass die maximal unter städtebaulichen Gesichtspunkten verträgliche Gesamtverkaufsfläche 1000 Quadratmeter nicht überschreiten dürfe. Bei einer größeren Verkaufsfläche wäre ein „Umschlagen in negative städtebauliche Auswirkungen zu befürchten. Insbesondere das Nahversorgungszentrum Kirchende in Herdecke würde in seiner Versorgungsfunktion beeinträchtigt werden.“

Dem Leserbriefschreiber sei die Haltung der Grünen zum Lebensmittelmarkt auf dem Schnee lange bekannt gewesen: In einem freundlichen Gespräch am 27. Mai habe Friedhelm E. Specht selbst die Haltung der Grünen so protokolliert: „Die Argumente der Harpen AG, die eine betriebswirtschaftliche Größe von 1100 Quadratmetern fordert, akzeptierte man nicht.“

Die Grünen betonen, dass sie damals vereinbart hätten, sich für eine Größe von 1000 Quadratmetern einzusetzen. „Dieses Versprechen gegenüber der Bürgerinitiative haben wir erfüllt.“ Selbst Leserbriefschreiber Specht habe ja noch am 18. Mai 2014 an die Herdecker Bürgermeisterin geschrieben, dass den „Bürgern vom Schnee“ 999 Quadratmeter ausreichen würden.

Investorenwunsch nicht blind folgen

Die Grünen verweisen darauf, dass Kommunalpolitiker bei ihren Entscheidungen viele Gesichtspunkte berücksichtigen müssten. Interessen eines Investors, der behauptet, eine bestimmte Ladengröße müsse sein, können eben nicht eine so tiefgreifende Entscheidung allein bestimmen. „Der Bauausschuss hat daher mit seinem Beschluss, eine Maximalgröße von 1000 Quadratmeter zuzulassen, einen hervorragenden Kompromiss zwischen den verschiedenen Interessenlagen gefunden.“

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