Kleine Klimaschützer aus Herdecke ernten Preisgelder

Freuten sich über Preise und „Fleißkärtchen“: die Kinder der Bonnermann-Schule (links) und der Vinkenbergschule im Werner-Richard-Saal.
Freuten sich über Preise und „Fleißkärtchen“: die Kinder der Bonnermann-Schule (links) und der Vinkenbergschule im Werner-Richard-Saal.
Foto: WP
Was wir bereits wissen
Der Klimaschutzwettbewerb der Herdecker Schulen endete jetzt mit der spannenden Preisverleihung im Werner-Richard-Saal.

Herdecke..  Die Preisverleihung zum Klimaschutzwettbewerb der Herdecker Schulen geriet am Dienstagvormittag zu einem ebenso schwungvollen wie spannenden Finale. Jede der sechs teilnehmenden Schulen hatte eine Klasse entsandt, die im Werner-Richard-Saal gemeinsam mit Lehrern bzw. Schulleitern der Bekanntgabe der Gewinner entgegen fieberte. Dabei gab es gar keine Verlierer, wie Jurymitglied Simone Faeseke von der Sparkasse versicherte; denn „alle sind Gewinner“.

Detlef Plett von der Bürgerstiftung, der das ambitionierte Projekt in den vergangenen zwölf Monaten mit viel Herzblut vorantrieb und leitete, begrüßte die große Schar der Klimaschützer, bevor er die Bühne freigab für die ersten Stimmungsmacher: Die Wuselnest-Band und weitere Kinder der Grundschule Vinkenberg sangen ein „Herzlich Willkommen“-Lied und ihren Klimaschutzsong und ernteten dafür reichlich Applaus. Auch von Bürgermeisterin Katja Strauss-Köster, die auf ihre Rede verzichtete und stattdessen im kleinen Interview mit Detlef Plett an die Hintergründe und auch stadtweiten Bemühungen zum Schutz des Klimas erinnerte. Trotz steigender Spannung schaffte es auch der Schulchor der Werner-Richard-Grundschule noch, sich auf seinen Bühnenauftritt zu konzentrieren: „Jetzt wird’s laut“ und „Oh Happy Day“ schmetterten die Kinder durch den Konzertsaal.

Dann griff Simone Faeseke zu den ersten vier Schecks im Wert von jeweils 400 Euro und sagte: „Wir von der Jury haben uns viele Gedanken gemacht und festgestellt, wie schwer es ist, die Beiträge zu vergleichen. Deswegen gibt es keinen Verlierer, alle sind Gewinner.“ Zu den ersten vier Preisträgern gehören die Werner-Richard-Grundschule (Mobilitätsprojekt Klima-Meilen), die Grundschule Schraberg (Mobilitätsprojekt Schulwegsicherung und „Zu Fuß zur Schule“), die Realschule (zwei Selbsterfahrungswochen) und die Friedrich-Harkort-Schule (Vergleichsprojekt Lüften und Heizen in zwei Klassenräumen).

Besonders überzeugt haben die Jury die Anstrengungen der Grundschule Vinkenberg (Kernthema Wärme) und der Robert-Bonnermann-Grundschule (Walking-Bus), weil beide Schulen sich über ihr Kernprojekt hinaus mit mehreren Handlungsfeldern beschäftigt haben. „Uns hat auch gefallen, dass klassenübergreifend gearbeitet wurde und dass neben den Lehrer auch die Eltern eingebunden waren“, so Simone Faeseke. Für beide Schulen gab es einen Scheck über jeweils 700 Euro sowie ein zusätzliches Fleißkärtchen im Wert von jeweils 100 Euro.

Die Preisverleihung setzte gestern einen Schlussstrich unter den Wettbewerb, die Bemühungen um den Schutz des Klimas aber sollen in den Schulen nicht nachlassen. Diesen Wunschzettel, festgebunden an blauen Luftballons, gaben die Jurymitglieder allen Herdecker Schulen mit auf den Weg. Das neue Ziel im nächsten Schuljahr: Jede Schule soll sich zur Klimaschule qualifizieren.