Kinder tanzen im Stadtsaal

Wetter..  Geschunkelt, getanzt und gefeiert wird am Rosenmontag unter der Regie der Lichtburg schon seit Jahren. Anfangs im Stadtsaal, später dann in Volmarstein. Beim Thema Inklusion wollten die Veranstalter des Kinderkarnevals Ernst machen. Doch so recht wollte die fröhliche Gemeinschaft nicht zusammen wachsen. Im zweiten Jahr des inklusiven Karnevals blieben die Bewohner der Evangelischen Stiftung weitgehend unter sich. Gefeiert wurde dennoch, doch viele Eltern, die sich an die Stadtsaal-Partys erinnerten, vermissten dieses Angebot für ihren Nachwuchs. Beim Lichtburg-Team war also schon am Aschermittwoch 2014 Umdenken angesagt. „Wir haben die Veranstaltung ausgewertet und festgestellt, dass es keinen Sinn macht, für Kinder und Erwachsene eine gemeinsame Feier anzubieten“, sagt Ines Wegener-Cardenas, Mitarbeiterin der Lichtburg.

Inklusive Partys

Der Geschäftsführer der Lichtburg, Christian Müller-Espey, hatte solche Überlegungen schon im vergangenen Jahr angestoßen. Man müsse bei „zukünftigen Veranstaltungen noch genauer auf die Zielgruppen schauen“, sagte er. Genau das ist nun geplant. Für die Kinder steigt am Rosenmontag eine Party im Stadtsaal, für die Älteren gibt es am Abend in der Lichtburg „Schmutzige Lieder zum Mitsingen“. Geplant wurden beide Veranstaltungen in enger Kooperation mit der Evangelischen Stiftung ­Volmar­stein. Das heißt: „Das Thema Inklusion ist nicht vom Tisch“, so Ines Wegener-Cardenas. „Aber Inklusion bedeutet ja nicht, dass nun immer Alt-Wetter nach Volmarstein reisen muss.“ Die Stiftung hat in diesem Jahr einen Fahrdienst organisiert, der sowohl die Kinder zur Stadtsaal-Party als auch Jugendliche und Erwachsene abends in die Lichtburg bringt. „Im nächsten Jahr kann es auch wieder andersherum sein.“