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Keimzelle für mehr Gemeinschaft in Esborn

21.01.2015 | 15:25 Uhr
Keimzelle für mehr Gemeinschaft in Esborn
In Esborn gründet sich eine Bürgergemeinschaft. Zu einer ersten Infoveranstaltung kamen über 50 Gäste ins Vereinsheim des TuS EsbornFoto: Klaus Görzel

Esborn.   Eine frisch gegründete Initiative für Esborn findet großen Zuspruch. Im Vereinsheim des TuS wurde es jetzt richtig eng.

1633 Menschen wohnen aktuell in Esborn, und doch gibt es offensichtlich einige von ihnen, die gar nicht so recht wissen, wo und was Esborn überhaupt ist. Im Vereinsheim des TuS konnten sie mit dieser Unwissenheit jetzt spielen und lernen: Genau hier, wo das Vereinsheim steht, ist das Zentrum von Alt-Esborn, und Alt-Esborn macht zusammen mit Albringhausen und Voßhöfen eben Gesamtesborn aus. Neuerdings hat der ländlichste Teil der Stadt Wetter auch eine Bürgergemeinschaft. Im Sportlerheim stellte sich der Verein jetzt den Bürgern vor. Gut 50 Esborner kamen und redeten mit darüber, wie es wieder mehr Gemeinschaft geben kann auf dem Dorf.

Die Nahversorgung ist nicht mehr gegeben. Es gibt keine Kneipe, in der man seine Nachbarn kennen lernen könnte. Und es fehlt ein Spielplatz, auf dem sich Kinder des Dorfes treffen können. So erleben die Mitglieder Bürgergemeinschaft ihr Wohnumfeld. In Sprockhövel haben sie erkundet, was sich gegen den schleichenden Niedergang des öffentlichen Landlebens unternehmen lässt. Hier gibt es schon seit elf Jahren die Bürgergemeinschaft Herzkamp. Fahrten hat sie unternommen, einen Dorfaktionstag organisiert, vielfach für Verbindungen und Kontaktmöglichkeiten der Herzkamper gesorgt, wie Gerlinde Honke-Feuerstack als Vertreterin der Inititative berichtete.

Stadtverwaltung nicht als Gegner

„Unser großes Problem waren die Alteingesessenen“, erinnerte sie an die Anfangsschwierigkeiten in Herzkamp. Bei der Versammlung in Esborn gab es Alteingesessene, die ausdrücklich begrüßten, dass sich etwas rührt für mehr Zusammenhalt und gemeinschaftliches Leben auf dem Dorf. Und noch etwas scheint in Wetter anders zu laufen als in Sprockhövel: Der Bürgermeister muss nicht erst für das Anliegen der Initiative gewonnen werden. Er ist bereits dabei. Zum einen hat es Frank Hasenberg als Esborner nicht weit, zum Vereinsheim des TuS zu kommen. Zum anderen versucht die Stadt gerade gemeinsam mit der Bürgergemeinschaft, Geld aus dem LEADER-Programm des Landes nach Esborn zu holen (dazu die Box).

Der Verein will Erinnerungen bewahren, Orte der Begegnung schaffen und gegenseitige Unterstützung leichter machen. Als eine Art „Keimzelle“ neuer Gemeinschaft verstehe er diese frische Initiative speziell für den Stadtteil, so Wolfgang Cornelsen, SPD-Ratsherr und Jugendleiter des TuS. Er sah das ganz praktisch: Damit das Osterfeuer des TuS nicht wieder mangels Unterstützung abgesagt werden muss, ließ er eine Liste umgehen. Auch der Hegering erkannte seine Chance. Für die Müllsammelaktion im März kann er jede Menge helfende Hände gebrauchen.

Klaus Görzel

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Keimzelle für mehr Gemeinschaft in Esborn
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2015-01-21 15:25
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