Justus Frantz bringt Jozsef Lendvay mit nach Wetter

Justus Frantz kommt am Donnerstag, 30. Juli, nach Wetter – mehr als 400 Karten sind schon verkauft.
Justus Frantz kommt am Donnerstag, 30. Juli, nach Wetter – mehr als 400 Karten sind schon verkauft.
Foto: WP
Was wir bereits wissen
Justus Frantz bringt den Künstler des Jahres Jozsef Lendvay mit nach Wetter. Mehr als 400 Karten sind schon verkauft für das Konzert am 30. Juli in einer der ehemaligen Remehallen.

Wetter.. Justus Frantz kommt am Donnerstag, 30. Juli, nach Wetter – diese Nachricht hat unter den Klassikfreunden in der Umgebung für große Freude gesorgt. Wie aus dem Büro des Veranstalters »musik:landschaft westfalen« zu hören war, sind bereits mehr als 400 Karten verkauft und die Nachfrage nach Tickets ungebrochen.

Konzert in einer der früheren Remehallen

Gleichzeitig wurde das Programm bekannt gegeben, das der Gründer des Schleswig-Holstein-Musikfestivals mit der „Philharmonie der Nationen“ in einer der ehemaligen Remehallen im Schöntal aufführen wird.

Konzert Die Ouvertüre zur Operette „Die Fledermaus“ von Johann Strauß nimmt eine besondere Stellung ein, gehört sie doch zu den größten Schöpfungen des Komponisten. Sie fasst die zahlreichen musikalischen Höhepunkte des gesamten Werkes zusammen und ist mit ihrer abwechslungsreichen Dynamik auch für Spitzenorchester immer wieder eine Herausforderung. Mit der Fledermaus-Ouvertüre beginnt das Konzert in Wetter.

Der Solist des Abends ist gleichzeitig Westfalens Künstler des Jahres und Träger des erstmals verliehenen „M:LW Festivalpreises“: Jozsef Lendvay aus Budapest wird das Violinkonzert in D-Dur op. 77 von Johannes Brahms interpretieren, der sein einziges Violinkonzert anlässlich eines Aufenthaltes am Wörthersee in Österreich komponierte.

Virtuoser „Teufelsgeiger“ Jozsef Lendvay

Die Reaktionen für das 1879 im Gewandhaus Leipzig uraufgeführten Werkes fielen unterschiedlich aus. Während Kritiker und Publikum größtenteils begeistert waren, mochten einige zeitgenössischen Musiker die symphonische Auffassung und die technischen Schwierigkeiten nicht akzeptieren. Heute wird das Violinkonzert gemeinhin für eines der wichtigsten Werke im Repertoire eines Geigers gehalten. Die technischen Anforderungen, so versichert der Konzertveranstalter, seien wie gemacht für den virtuosen „Teufelsgeiger“ Jozsef Lendvay.

Ungar in seiner Heimatstadt Budapest ausgebildet

Der Ungar entstammt einer der bekanntesten Familien von Roma-Musikern. Seine musikalische Ausbildung erhielt er am Bela Bartok Konservatorium und der Franz Liszt-Musikakademie in seiner Heimatstadt Budapest. Mit sieben Jahren gewann er seinen ersten Violin-Wettbewerb. Seitdem erhielt der Geiger erste Preise und Auszeichnungen bei nationalen und internationalen Wettbewerben, darunter 1996 und 1997 den 1. Preis des Internationalen „Tibor Varga“-Wettbewerb im schweizerischen Sion. Seine CD „Lendvay“ wurde 2005 mit dem Echo Klassik ausgezeichnet, 2014 erhielt er diesen Preis zusammen mit dem Alliage Quintett für die gemeinsame CD „Dancing Paris“.

Mit der Verleihung des „M:LW Festivalpreises“ geht die Teilnahme an neun Konzerten in der Saison 2015 einher.

Nach der Pause wartet auf die Zuhörer ein musikalischer Leckerbissen: Peter Tschaikowskys 4. Sinfonie, entstanden in den Jahren 1876 und 1877, gehört neben der 5. und 6. Sinfonie zu den beliebtesten Sinfonien des russischen Komponisten. Tschaikowsky widmete die Sinfonie „a mon meilleur ami“ („meinem besten Freund“) und meinte damit seine Gönnerin Nadeschda von Meck, zu der der Komponist eine innige Brieffreundschaft pflegte und die ihn finanziell auch unterstützte. Die 4. Sinfonie gilt unter Peter Tschaikowskis Werken als das mit der größten autobiographischen Nähe.