Junge Schul-Reporter berichten über Badrenovierung

Hannah, Carolin, Niklas und Ben gehören zum Reporterteam der Schrabergschule, das die Sanierung des Hallenbads verfolgt und kürzlich Projektleiter Peter Ferreau interviewte.
Hannah, Carolin, Niklas und Ben gehören zum Reporterteam der Schrabergschule, das die Sanierung des Hallenbads verfolgt und kürzlich Projektleiter Peter Ferreau interviewte.
Foto: Sabine Jessinghaus
Was wir bereits wissen
Vier Drittklässler aus der Grundschule Schraberg verfolgen bis zu den Sommerferien den Umbau des Hallenbads. Das soll bis zum Sommer fertig sei.

Herdecke..  Es gibt schlimmere Schulthemen als die Sanierung eines Hallenbads. Erst recht, wenn sich dieses im gleichen Gebäude befindet. Carolin und Hanna (beide neun Jahre alt) sowie ihre ein Jahr jüngeren Klassenkameraden Niklas und Ben sind das Reporterteam der Schrabergschule, das die Renovierungsarbeiten im hauseigenen Schwimmbad mitverfolgt. Die vier Drittklässler halten ihre Mitschüler über den Umbaufortschritt auf dem Laufenden, ihre Tagebuch-Einträge und entsprechende Fotos von Schulleiterin Sabine Jessinghaus sind sowohl auf einer Stellwand am Eingang der Grundschule wie auch auf der Internetseite gut sichtbar.

„Seit einer Woche ist es sehr laut, aber es ist noch auszuhalten“, berichtet Hannah. Was etwa für die Hausmeister, die direkt unter dem Bad ihre Räumlichkeiten haben, weitaus störender ist, stellt sich für die Kinder als spannende Aufgabe dar. Seit einigen Wochen verfolgt das Quartett, was rund um das Becken passiert. Die Drittklässler erinnern sich, wie noch Kabel in den Umkleidekabinen aus der Decke hingen. „Als wir mit dem Reporterteam das erste Mal natürlich mit Helm zu unserer Sicherheit in das Hallenbad durften, waren die Fliesen schon weg“, erzählt Carolin.

Regelmäßig ins Zentrum der Arbeit

Etwa zweimal im Monat und damit regelmäßig können die Vier im Bad die Entwicklung beobachten. Es rieche dort noch ein bisschen nach Chlor, wobei Staub und Baudreck viel stärker spürbar seien. Und auch sonst sei in den vergangenen Wochen allerhand passiert: Bauzaun aufgestellt, Müllbox umgesetzt, Birke gefällt, der Hubboden in Container verpackt, Wände abgerissen, Gerüst außen und innen aufgebaut. „Das besteht aus mehr als 100 Teilen“, sagt Ben. Niklas erinnert all das an den Hausbau von seiner Familie. „Das war wegen der Handwerker auch ziemlich kompliziert. Um ein Durcheinander zu verhindern, musste etwa der Maler auf den Elektriker warten und so weiter.“

Einbau moderner Anlagen

Die wichtigste Frage konnten die jungen Reporter kürzlich bei einem Interview Peter Ferreau vom städtischen Amt für Hochbau und Bauunterhaltung stellen: Wann können die Kinder und andere Nutzer am Nachmittag oder Abend im Schrabergbad wieder schwimmen? Der Projektleiter habe zurückhaltend geantwortet, dass dies „hoffentlich“ nach den Sommerferien wieder der Fall sein werde. „Und dann wird das alles hier viel umweltfreundlicher sein“, beschreibt Hannah die geplanten Einsparungen bei den Energiekosten.

Bis dahin gelte es, auch auf den Schulbetrieb etwas Rücksicht zu nehmen. „Wir haben uns mit den Handwerkern verständigt, dass sie etwa bei Klassenarbeiten so vorgehen, dass die Schüler diese in Ruhe schreiben können“, so Sabine Jessinghaus. Was sonst noch berichtenswert ist, werden sicher die Vier vom Reporterteam herausfinden.