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Jugendstiftung: Festlicher Akt zur Gründung

01.06.2008 | 16:16 Uhr

Herdecke. (PZ) Aufregend ist die Gründung einer neuen Stiftung allemal, das ist in Herdecke spätestens seit der Gründung der Bürgerstiftung allgemein bekannt. ...

... Doch wenn diese Stiftung auch noch aus einem so persönlichen Grund ins Leben gerufen wurde, wie es bei der Jugendstiftung Robert-Karl Rudolph der Fall war, dann ist diese Feierstunde auch ein sehr bewegendes Ereignis, nicht nur für die direkt Beteiligten.

Schwül war es am Freitagabend im Philipp-Nicolai Haus, doch trotzdem hatten sich an die einhundert Gäste im Obergeschoss eingefunden, unter denen auch viele Jugendliche waren, zumeist ehemalige Freunde des Namensgebers Robert-Karl Rudolph.

Vorstandsmitglied Pfarrer Christoph Gerdom eröffnete die Feierstunde mit einer Ansprache, in der er auch auf die Ursprünge der Stiftung hinwies: "Die Familie Rudolph hat schon früher unseren Jugendkeller unterstützt. Dieses Geld wollten wir aber nicht alles auf einmal ausgeben. Aus dieser Idee wurde die Jugendstiftung geboren." Zuvor jedoch musste die Stiftung erst einmal offiziell gegründet werden, wozu der Herdecker Notar Lothar Gerber die Stiftungsurkunde, welche erst tags zuvor von der Bezirksregierung Arnsberg ausgestellt worden war, stellvertretend für den Vorstand und das Kuratorium an Renate Rudolph überreichte.

Der Rest des Abends war Vorträgen über die Aufgaben der Jugendstiftung gewidmet. Da aus den Stiftungsmitteln ein Platz für ein Freiwilliges Soziales Jahr finanziert werden soll, stellte Ute Gerdom das Projekt "Diakonisches Jahr" vor, in das das Geld fließen wird. Auch Jörg Bielau richtete für die evangelische Jugend im Kirchenkreis Hagen einige Worte an das Auditorium, wird die gesponserte Stelle doch zur Hälfte der Jugendarbeit im Kirchenkreis gewidmet sein. Aber auch die Wirtschaft kam zum Zuge, und zwar in Form eines Vortrages des Geschäftsführers der Remondis Aqua GmbH, Andreas Bankamp, der an seinem eigenen und anderen fragmentierten Lebensläufen klar machte, dass jeder Jugendliche eine Chance verdient hat und diese auch bekommen soll.

Die wohl bewegendste Ansprache des Abends hielt allerdings Hans-Dieter Weber, dessen Enkel Roman und Christopher ebenfalls Freunde des tödlich verunglückten Robert Karl Rudolph waren und zuvor ein ihm gewidmetes Gedicht vorgetragen hatten. "Besonders freut es mich, dass so viele von Roberts alten Freunden in der Stiftung mitwirken und auf diese Art sein Andenken wach halten", so Herdeckes stellvertretender Bürgermeister. Spätestens hier mussten alle Anwesenden auch an die eigene Familie und die Freunde denken und an das Glück, "Menschen um sich zu haben die einen verstehen, die einem zuhören und die einen manchmal auch einfach nur ertragen", wie es Christoph Gerdom zu Anfang formulierte.

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