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JeKi - Ausnahmezustand oder Revolution der Musiklehre?

24.08.2008 | 17:05 Uhr

Herdecke. JeKi - Ausnahmezustand oder revolutionäre Musikbewegung? Diese Frage ließ Musikschulleiterin Ulrike Dittmar-Dretzler gestern zu Beginn des Festaktes im Kammermusiksaal der Musikschule unbeantwortet. ...

Früh übt sich: der junge Geiger Elias Feldmann, der von seiner Mutter am E-Piano begleitet wurde, entlockte den Festgästen reichlich Applaus. Foto: Elisabeth Semme

... "Auf jeden Fall aber ist Jeki eine ganz tolle Sache", stellte sie anschließend fest.

Zu den Festgästen zählten neben den Sponsoren auch Bürgermeister Hans-Werner Koch sowie Schulleiter, Lehrer und Eltern. Noch einmal erinnerte Ulrike Dittmar-Dretzler an die Geburt des landesweiten Projekts "JeKi" (Jedem Kind ein Instrument) und die Umsetzung vor Ort, die alle Beteiligten vor enorme Herausforderungen stellte und noch stellt. "Wir sind letztes Jahr mit fünf Grundschulen und 180 Schülern gestartet. Das ist schon eine Hausnummer", so Dittmar-Dretzler. Und freute sich darüber, "dass 165 Kinder weitermachen wollen".

In dieser Woche startet bereits die zweite Erstklässler-Generation mit JeKi. Für die Ausstattung dieser 185 Schüler mit neuen Leih-Instrumenten spendierten Sparkasse und Werner-Richard/Dr.-Carl-Dörken-Stiftung 64 000 Euro (die WP berichtete). Ulrike Dittmar-Dretzler: "Ich habe die leuchtenden Augen der Kinder gesehen, als sie ihre Instrumente auspacken konnten. Mit dem Festakt heute möchten wir noch einmal allen Helfern Danke sagen und zeigen, dass JeKi Sinn macht". Damit die Festgäste sich eine Vorstellung davon machen konnten, was aus kleinen Musikanten einmal werden kann, das zeigten u.a. die "Zauberflöten" ebenso eindrucksvoll wie ein Klarinetten-Trio, Dieter Markmann mit seinen Gitarrenschülern, eine Klaviersolistin und der junge Geiger Elias Feldmann.

Sparkassen-Vorstand Franz-Wilhelm Buerdick wünschte, "dass JeKi ein Erfolg wird und die Kinder die Instrumente so behandeln, dass auch ihre Nachfolger sie noch benutzen können". Und Dr. Jochen Plaßmann (Dörken-Stiftung) zeigte sich rundum überzeugt: "JeKi ist der richtige Weg". Blieb für Bürgermeister Koch noch die Aufgabe, sich bei allen zu bedanken: "Die große Leistung fand im Fachbereich und in der Musikschule statt."

Von Elisabeth Semme

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