Investoren sollen sich in Wetter für Kita-Bau bewerben

Die Brandruine der früheren Kindertagesstätte Reuterhaussoll bald abgeräumt werden.
Die Brandruine der früheren Kindertagesstätte Reuterhaussoll bald abgeräumt werden.
Foto: WP
Die alte Brandruine steht noch immer und der Neubau einer Kindertagesstätte lässt auf sich warten. Der Rat der Stadt Wetter hat nun beschlossen, dass es einen Investoren-Wettbewerb geben soll.

Wetter..  Die Stadt Wetter wird für den Neubau einer Kindertagesstätte im Schöntal einen so genannten Investoren-Wettbewerb ausschreiben. Mit der Mehrheit von SPD und FDP hat der Rat beschlossen, den Ersatz des abgebrannten Reuterhauses und des nur schwer zu sanierenden und für die U-3-Betreuung nicht geeigneten Harkorthauses nicht in Eigenregie zu bauen. Für die CDU ein Schritt zu weit, habe man für eine solche Entscheidung doch zu wenig Informationen zum Beispiel über die Kosten. Die Verwaltung sieht in dem Modell dagegen einen Vorteil für den Kita-Betreiber, den Trägerverein Soziale Einrichtungen (TSE). Als Mieter sei der Verein nicht für den Unterhalt des Gebäudes zuständig. „Ein Thema, das den ehrenamtlich agierenden Vorstand tatsächlich überfordert“, merkte Axel Peitz (SPD) an, der selbst viele Jahre im TSE-Vorstand aktiv war.

Mietzuschuss für den TSE

Dass die Stadt als Vermieter auftritt, ist nach Auskunft von Margot Wiese, Fachdienstleiterin Jugend, nicht möglich. „Würde die Stadt bauen, müsste der TSE wie in den anderen Gebäuden auch, als eigentümerähnlich behandelt werden“, so Wiese. Die Konsequenz: Der Unterhalt des Gebäudes obliegt dem Verein, gesonderte Zuschüsse gebe es nicht.

Baut nun ein Investor, gibt es neben der Kindpauschale, die nach dem Kinderbildungsgesetz (Kibiz) gezahlt wird, einen Mietzuschuss von 8,10 Euro pro Quadratmeter. Mietsteigerungen würden durch eine jährliche Steigerung dieses Zuschusses um 1,5 Prozent berücksichtigt.

Die abwartende Haltung der CDU-Fraktion, die auch die Option eines städtischen Baus offenhalten wollte, war für Fachdienstleiter Manfred Sell problematisch. „Es meldet sich kein Investor, wenn nicht die Entscheidung da ist, dass man mit einem Investor bauen will.“ Was dann letztlich im Schöntal für eine Kita entstehe, darüber können die Politik im Rahmen des Verfahrens aber durchaus entscheiden. Auch für die Ausmaße einer Investorenlösung gebe es noch Varianten. So könne man abfragen, welche Vorschläge für einen Kita-Bau allein kommen, oder aber eine Überplanung des gesamten Geländes der ehemaligen Hauptschule in den Fokus einer Ausschreibung stellen.

Bürgermeister Frank Hasenberg drängte schließlich darauf, die Entscheidung für den Investoren-Wettbewerb zu treffen. Man müsse im Verfahren weiterkommen, um irgendwann einen neuen Kindergarten anbieten zu können.