In Wetter sollen keine Böller mehr krachen

Feuerwerke sind in Ausnahmefällen gestattet, Böller dürfen aber nicht knallen. Weil das an der Villa Vera dennoch geschehen ist, werden keine Genehmigungen mehr erteilt.
Feuerwerke sind in Ausnahmefällen gestattet, Böller dürfen aber nicht knallen. Weil das an der Villa Vera dennoch geschehen ist, werden keine Genehmigungen mehr erteilt.
Foto: dpa
Was wir bereits wissen
Weil sich Anwohner beschwert haben und wohl auch Regeln nicht eingehalten wurden, wird es mit einer Ausnahme keine Feuerwerke mehr an der Villa Vera geben. Das hat die Verwaltung verkündet.

Wetter..  Unter den Anwohnern der Villa Vera sollen Unterschriftenlisten gegen die teilweise lautstarken Feuerwerke kursieren. Für die Stadtverwaltung und Bürgermeister Frank Hasenberg Anlass, der Knallerei nun einen Riegel vorzuschieben. „Die Stadt wird keine Genehmigungen mehr für ein Feuerwerk dort erteilen“, so Hasenberg im Rat.

Auf Anfrage dieser Zeitung hatte die Stadt noch Tage zuvor erklärt, dass bis zu zwei Feuerwerke im Monat möglich seien, man aber über eine stärkere Reglementierung nachdenke.

Die bedeutet nun, dass auf dem Gelände der Villa nur noch im Oktober ein bereits Anfang des Jahres genehmigtes Feuerwerk abgebrannt werden darf.

Störung der Nachtruhe vermeiden

Begründet wird der Schwenk damit, dass sich die Veranstalter mehrfach nicht an die Vorgaben für allgemeine Wohngebiete gehalten hätten. „Der Antragsteller wurde aus gegebenem Anlass nochmals darauf hingewiesen, dass die Genehmigung ausschließlich für ein reines Leuchtfeuerwerk (geräuscharm) erteilt wurde, so dass die Nachtruhe nicht gestört wird“, schreibt die Stadt in einer Stellungnahme.

Schriftlicher Antrag

Grundsätzlich gelte, dass nach der Sprengstoffverordnung in Ausnahmefällen zu besonderen Anlässen, zum Beispiel bei Hochzeiten oder einem runden Geburtstag, das Ordnungsamt das Abbrennen eines Feuerwerkes der Klasse 2 genehmigen kann. „Für diese mögliche Ausnahme muss ein schriftlicher Antrag beim Ordnungsamt gestellt werden. Die Stadt prüft jeweils im Einzelfall, ob eine solche Ausnahme erteilt werden kann“, so Stadtsprecher Jens Holsteg. Eine Genehmigung könne allerdings nur unter der Maßgabe erteilt werden, dass das Feuerwerk „geräuscharm“ abläuft, so dass die gesetzlich geschützte Nachtruhe ab 22 Uhr nicht beeinträchtigt wird.

Andere Regelungen gelten nach Auskunft der Stadt für Großfeuerwerke, die durch Pyrotechniker abgebrannt werden, wie zum Beispiel auf dem alljährlichen Seefest.