Im Onikon heißt es wieder „Film ab“

Nach dem Diebstahl des Projektors (unser Foto entstand kurz nach dem Kauf) kann das Onikon wieder Filme zeigen. Die Filminitiative des Kinos um Friedhelm Schürmann (vorne, mit Hatto Greiser) konnte Ersatz organisieren
Nach dem Diebstahl des Projektors (unser Foto entstand kurz nach dem Kauf) kann das Onikon wieder Filme zeigen. Die Filminitiative des Kinos um Friedhelm Schürmann (vorne, mit Hatto Greiser) konnte Ersatz organisieren
Foto: WP
Was wir bereits wissen
Nach einem Einbruch am Dienstag konnte jetzt schnell ein Ersatzprojektor für das Kino in Herdecke besorgt werden.

Herdecke..  Die Zwangspause im Onikon ist bereits wieder beendet. Nachdem Einbrecher am vergangenen Dienstag den Projektor aus dem Vorführraum entwendeten, hat die Filminitiative kurzfristig ein Ersatzgerät beschafft. Am Sonntag können die Vorstellungen wie geplant stattfinden.

In einer Matinee mit Kaffee, Sekt und Croissants läuft um 11.15 Uhr mit „Mercedes Sosa, die Stimme Lateinamerikas“ das bewegende Porträt einer großen Sängerin, das gleichzeitig eine politische Dokumentation darstellt.

Der Film lässt Mercedes Sosas musikalisches Genie, ihre vielschichtige Persönlichkeit und ihre Rolle im Widerstand gegen die Militärdiktatur in Argentinien wieder aufleben. Sie gab dem Volk eine Stimme, als diktatorische Regimes das Volk stumm halten wollten.

Omar Sy in „Heute bin ich Samba“

Um 18 Uhr ist Omar Sy, der farbige Hauptdarsteller aus „Ziemlich beste Freunde“, erneut in einer französischen Komödie zu sehen: „Heute bin ich Samba“ ist ein Film von gesellschaftskritischer Brisanz.

Der Senegalese Samba lebt seit zehn Jahren illegal in Paris, hält sich mühsam über Wasser und versucht krampfhaft nicht aufzufallen. Doch eines Tages steckt er in der Klemme, denn er landet in Abschiebehaft und braucht Hilfe. Die erhofft er sich von der dünnhäutigen Karrierefrau Alice (Charlotte Gainsbourg), die sich nach einem Burnout ehrenamtlich im Sozialdienst engagiert. Samba ist ihr erster Fall, und sie macht gleich alles falsch. Obwohl ihr die Kolleginnen eingeschärft haben, immer die Distanz zu wahren, gibt sie Samba schon am ersten Tag ihre Telefonnummer.