Hilfe für pflegende Bleistahl-Mitarbeiter

Bleistahl-Personalleiter Sven Köster sieht gute Gründe, sich an der Kampagne „Beruf und Pflege vereinbaren“ zu beteiligen, die Christa Beermann vom EN-Kreis angestoßen hat.
Bleistahl-Personalleiter Sven Köster sieht gute Gründe, sich an der Kampagne „Beruf und Pflege vereinbaren“ zu beteiligen, die Christa Beermann vom EN-Kreis angestoßen hat.
Foto: WP
Was wir bereits wissen
Wenn Unternehmen ihren Mitarbeitern beim Spagat zwischen Pflege und Beruf helfen, gewinnen alle Beteiligten. Bleistahl in Wengern geht mit gutem Beispiel voran.

Wetter..  Das Unternehmen Bleistahl in Wengern geht mit gutem Beispiel voran, wenn es um die Vereinbarkeit von Pflege und Beruf geht.

„Die Ergebnisse einer Mitarbeiterbefragung haben uns deutlich gemacht: Ein sehr großer Teil der Belegschaft wird sich zukünftig mit Pflegeaufgaben konfrontiert sehen. Da für uns als inhabergeführtes Familienunternehmen Familienfreundlichkeit einen hohen Stellenwert besitzt, wollen wir es unseren Mitarbeitern möglich machen, Beruf und Familie bestmöglich miteinander vereinbaren zu können.“ Für Dr. Ekkehard Köhler, Inhaber und Geschäftsführer der Bleistahl Produktions-GmbH & Co. KG, ist die Unterstützung der kreisweiten Kampagne „Beruf und Pflege vereinbaren“ ein Beitrag, um dieses Ziel zu erreichen.

Zusammenspiel wichtig

Je erfolgreicher im Zusammenspiel aller Beteiligten der Spagat zwischen Arbeit und Pflegebett gelinge, desto stabiler sei das private Umfeld und damit letztendlich auch Leistung und Zufriedenheit am Arbeitsplatz.

Als Unterstützer der Kampagne will Bleistahl zum einen ein deutliches Signal an die Belegschaft geben. Zum anderen wird nach außen dokumentiert: „Wir möchten einen Beitrag leisten, das Bewusstsein für die Bedürfnisse pflegender Angehöriger zu steigern, sie zum Thema in Betrieb und Öffentlichkeit zu machen.“

Fakt ist nämlich immer noch: Während es quasi selbstverständlich ist, andere an der Geburt eines Kindes Anteil haben zu lassen, hängt es am Arbeitsplatz kaum jemand an die große Glocke, wenn der Alltag plötzlich Kopf steht, weil Angehörige nicht mehr allein zurechtkommen. Ist dies im Umfeld eines bei Bleistahl Beschäftigten der Fall, wird versucht, Wege zu finden, die helfen, die Herausforderungen zu bewältigen.

„Wir haben erkannt: Pflege ist nicht planbar und verlangt in jedem Einzelfall eine individuelle Lösung. Dafür bieten wir den Beschäftigten Unterstützung an und informieren rund ums Thema“, berichtet Personalleiter Sven Köster.

25 Unternehmen kreisweit

Seit kurzem profitieren die Beschäftigten auch von der Kooperation mit einem professionellen Anbieter für Familienunterstützung. „Hier wird pflegenden Angehörigen beispielsweise bei der Suche nach Finanzierungsmöglichkeiten der Pflege oder nach geeignetem Pflege- oder Betreuungspersonal geholfen“, erläutert Köster.

Alle Unterstützer der Kampagne, mit Bleistahl sind es kreisweit inzwischen 25 Unternehmen, sind sich einig: Nur diejenigen, die sich den mit dem demografischen Wandel verbundenen Herausforderungen stellen, werden zukünftig Chancen haben, gute Mitarbeiter zu finden und zu halten. „Die Vereinbarkeit der Berufstätigkeit mit der häuslichen Pflege von Angehörigen ist hier ein ganz wichtiger Aspekt“, weiß Christa Beermann, Demografiebeauftragte des Ennepe-Ruhr-Kreises. Sie freut sich mit Bleistahl ein Unternehmen gewonnen zu haben, das weltweit aktiv ist und 700 Menschen beschäftigt. Gut 400 von ihnen arbeiten in Wetter.