Hilfe für ein reiches Land voll mit Armen
15.07.2011 | 15:52 Uhr 2011-07-15T15:52:00+0200
Herdecke/Wetter.Jubiläumsstimmung herrschte am Freitag rund um das Herdecker Harkort-Gymnasium: Der traditionelle Panamalauf ging zum 20. Mal über die Bühne, über 2000 Schülerinnen und Schüler aus Wetter und Herdecke machten sich in den Vormittagsstunden auf den Weg rund um den Hengsteysee.
Bevor die Jugendlichen bei wechselhaftem Wetter aufbrachen, wurden sie in der Schulaula auf das Thema „Panama“ eingestimmt. Ronja Reuter und Janis Ruhnau (beide 19) haben seit Sommer ihren Abschluss am Gymnasium in der Tasche. Anfang August brechen beide nun für elf Monate in Richtung Panama auf. „Wir wollen die Kultur in dem für uns noch fremden Land näher kennenlernen. Außerdem möchten wir den Menschen dort Hilfe zur Selbsthilfe leisten“, meint Janis. „Außerdem können wir hier auch unser Spanisch verbessern“, ergänzt Ronja.
Niklas Weins (21) hat bereits ein knappes Jahr in dem mittelamerikanischen Land gearbeitet. Er konnte seinen Ex-Mitschülerinnen und Mitschülern auch zahlreiche Fotos zeigen. „Das Jahr in Panama war für mich sehr lehrreich. Es brachte mir bisher meine wichtigste Lebenserfahrung“, so Niklas. Der Panama-Kanal spüle viel Geld ins Land. „Doch der Reichtum bleibt vielfach in den Städten. Die Bevölkerung auf dem Land ist sehr arm“, hat Niklas erfahren.
Es fehlt an sauberem Wasser und an Medizin
„Ein reiches Land voll mit Armen“, lautete daher auch der Titel des Vortrags in der Schulaula. Es fehlt in vielen ländlichen Regionen an sauberem Trinkwasser und an Medizin. Außerdem gibt es für viele junge Leute kaum Bildung.
Die Bilder, die in der Schulaula gezeigt wurden, machten betroffen. „Ich machte seit vielen Jahren beim Panamalauf mit. Die Teilnahme ist für mich einfach Ehrensache“, meinte Schüler Felix (17). Auch Schülerin Zeynep (14) machte sich wieder auf den Weg rund um den See: „Beim Lauf will ich auf keinen Fall fehlen!“
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