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Herdecker suchen Hilfe im Energie-Ministerium

07.09.2015 | 22:00 Uhr
Herdecker suchen Hilfe im Energie-Ministerium
Daniel Matißik und Katja Strauss-Köster (von links) diskutieren gemeinsam mit Hartmut Ahlborn, Albert Rossel, Karin Striepen und Jan Schaberick (von rechts) mit Staatssekretär Dr. Günter Horzetzky (3.v.li.) in Düsseldorf.Foto: privat

Herdecke/Düsseldorf.   In ihrem Protest gegen die Amprion-Pläne, die neue Höchstspannungsfreileitung entlang der bestehenden Trasse zu bauen, ziehen Verwaltung, SPD und Bürgerinitiative an einem Strang. Nun war man in Düsseldorf.

Die Antworten waren absehbar, und doch hat sich in den Augen einer Herdecker Delegation der Besuch im NRW-Wirtschafts- und Energieministerium in Sachen Höchstspannungsleitung gelohnt. „Unserem Vorwurf, dass im Raumordnungsverfahren die alternativen Trassen nicht ausreichend gewürdigt wurden, will man noch einmal nachgehen“, sagt Bürgermeisterin Katja Strauss-Köster, die gemeinsam mit ihrem Konkurrenten um das Bürgermeisteramt, Jan Schaberick (SPD), nach Düsseldorf gefahren war, um gegen die Pläne des Leitungsbetreibers Amprion Einspruch zu erheben. Begleitet wurden die beiden von Planungsamtsleiter Daniel Matißik, der SPD-Politikerin und stellvertretenden Bürgermeisterin Karin Striepen, Hartmut Ahlborn von der Bürgerinitiative Semberg sowie Albert Rossel, einem betroffenen Anwohner.

„Es ist gut, dass wir bei diesem Thema nun alle an einem Strang ziehen“, sagt Jan Schaberick, der mit „realistischen Erwartungen“ nach Düsseldorf gereist war. Schließlich sei es nicht der Staatssekretär, der in der Sache entscheide. Dennoch habe man die Herdecker Position deutlich machen können. Dabei geht es vor allem um eine mögliche alternative Trasse, die im Rahmen des Raumordnungsverfahrens von der Stadt vorgeschlagen worden war. Die sei mit wenigen Sätzen verworfen worden. Unter anderem mit dieser Formulierung: „Die Möglichkeit einer konfliktärmeren, alternativen Trassenführung ergibt sich nicht.“

Eine zu knappe Argumentation und möglicherweise eine zu halbherzige Prüfung seitens Amprion, das war einer der Hauptkritikpunkte, die die Herdecker Vertreter in Düsseldorf vorbrachten. „Im Ergebnis wurde der Vorschlag mit fragwürdiger Begründung schlichtweg verworfen“, fasst Hartmut Ahlborn von der BI Semberg seinen Eindruck zusammen.

In dem Gespräch mit Staatssekretär Günter Horzetzky habe der Vertreter des Wirtschafts- und Energieministeriums deutlich gemacht, dass im Planfeststellungsverfahren kaum erfolgsversprechender Spielraum für Änderungen bestünden. Horzetzky kündigte aber an, dennoch mit der Bezirksregierung Arnsberg Lösungsmöglichkeiten erörtern zu wollen. Für die Bürgermeisterin und die übrigen Delegationsteilnehmer nur eine kleine Hoffnung. Notfalls werde man den Klageweg beschreiten, so ihre Ankündigung.

Auch wenn die Frist für die Einwendungen in dieser Woche abläuft, wollen Strauss-Köster und Schaberick beim Thema Höchstspannungsleitung nun auch noch die Bundestagsabgeordneten mit ins Boot holen. „Hier suchen wir nach einem gemeinsamen Termin“, so Schaberick.

Susanne Schlenga

Kommentare
08.09.2015
19:10
Herdecker suchen Hilfe im Energie-Ministerium
von beobachter4711 | #2

Jaja, die Ökospinner!? Die an magnetische Felder - Glaubende, die sich über Megastrommasten - Sorgenden ... haben Recht!

Unseren technikgläubigen...
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1 Antwort
Herdecker suchen Hilfe im Energie-Ministerium
von fisi101@web.de | #2-1

Du hast Deinem Namen aller Ehre gemacht, lieber "beobachter",
hinzuzufügen sei noch Folgendes:
Wer bei dem oben beschr. Treffen mitsamt KSK anwesend war, weiß um ihr Verhalten und ihre Reaktionen dort. Insider berichten, sie habe ihrem liebsten Kooperationspartner, Peter G., eine Ehre erwiesen. Herr und Lehrmeister waren erfolgreich. KSK übernahm Grundzüge von G..
Die BMin kann mit einem Lächeln die Menschen bezaubern und man bemerkt erst in gemeinsamen Gesprächen, welcher Geist dahinter steckt. Wer bringt die Herdecker endlich zum Nachdenken??
NUR WER am SONNTAG das KREUZ an der RICHTIGEN STELLE macht, KANN FÜR HERDECKE etwas VERÄNDEN!!
Die Zukunft des Lehrmeisters, G., sollte sich langsam in Wohlgefallen auflösen. Jedoch bin ich über die Gründung einer Familienpartei ein besorgt.
Ich befürchte, dass sein Geist weiterhin die GRÜNE Politik in Herdecke vernebeln wird. Schließlich waren es die GRÜNEN und G., die in der gemeinsamen Ausschusssitzung wieder kräftig austeilen mussten. Klaro

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http://www.derwesten.de/staedte/nachrichten-aus-wetter-und-herdecke/herdecker-suchen-hilfe-im-energie-ministerium-id11068541.html
2015-09-07 22:00
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