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Herdecker Klinik stärkt Unfallchirurgie

16.01.2016 | 12:50 Uhr
Herdecker Klinik stärkt Unfallchirurgie
Deformationen am Fuß können in Herdecke jetzt durch einen Spezialisten behandelt werden.Foto: Dirk Bauer

Herdecke.   Mit einem Experten für Hand- und Fußchirurgie, gleichzeitig Fachmann in Sachen Unfallchirurgie will, das Gemeinschaftskrankenhaus die Abteilung stärken.

Im kleinen Büro sieht es noch ziemlich karg aus. Dr. Michael Kierspe ist noch nicht dazu gekommen, sich richtig einzurichten. Die Zeit, die er dafür braucht, muss er sich irgendwann einmal nehmen, denn etwas anderes geht für den Chirurgen vor: die Zeit mit den Patienten.

Das ist ein Grund, warum der 54-Jährige nach vielen anderen Stationen vor allem im Rheinland an die Ruhr gewechselt ist. „Der Patient steht hier im Mittelpunkt“, sagt Kierspe. Weniger die Zahl der Operationen. Die ist in der Unfallchirurgie, die seit 1969 am Gemeinschaftskrankenhaus (GKH) als eigene Abteilung geführt wird, dennoch eine Hausnummer. 12 000 Patienten gehen im Jahr durch die Tür der Ambulanz, drei Altenheime werden von der Klinik mit versorgt. „Da sind es vor allem die Stürze, die wir behandeln“, sagt Dr. Florian Glaser, Leitender Arzt der Chirurgie am GKH. Er möchte mit dem neuen Kollegen nicht nur die Unfallchirurgie zur Ausbildungsstation für angehende Unfallchirurgen etablieren, sondern auch das Profil bei der Hand- und Fußchirurgie stärken. Da bringt Michael Kierspe nämlich einiges an Erfahrung mit.

„Fehlstellungen wie zum Beispiel ein Hallux valgus, also ein Ballen am Fuß, gehören da zum Operationsspektrum“, erläutert der Mediziner, der 1988 sein Examen gemacht hat und dann eine sechsjährige Ausbildung zum Unfallchirurgen durchlaufen hat. Verschiedene berufliche Stationen an kleinen und größeren Häusern hat Kierspe dazu genutzt, sich weiter zu spezialisieren. Und dabei ging es nicht immer um orthopädisches Operieren, sondern auch zum Beispiel in Solingen um die Darmchirurgie.

Zweite Meinung

Das Versorgen von Akut-Patienten ist dem 54-Jährigen dabei aber immer wieder als besonders reizvolle Aufgabe erschienen. Anders als bei geplanten Eingriffen muss hier schnell entschieden werden, auf welchem Wege der Patient in der besten Weise versorgt wird. „Und zwar so, dass nicht noch Folgeeingriffe notwendig sind“, sagt Kierspe. Erfahrung, aber auch eine offene Diskussion im Team gehören dabei zu den Faktoren, die das Gelingen beeinflussen. „Es gibt oft mehrere Wege, die nach Rom führen“, beschreibt Kierspe. Im Fall einer Notversorgung nach einem Unfall muss eine Entscheidung schnell getroffen werden, geht es zum Beispiel um Korrekturen von Knochenfehlstellungen oder „Verschleißteile“, die ersetzt werden müssen, haben Patienten häufig das Bedürfnis, eine zweite Meinung einzuholen. „Auch da sind wir gerne Ansprechpartner“, sagt Michael Kierspe. Ganz nach dem Credo, den Menschen in den Mittelpunkt zu stellen.

Susanne Schlenga

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2016-01-16 12:50
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