Herdecker Jonas Piela schafft es auf Forbes' Startup-Liste

Die Avuba-Gründer
Die Avuba-Gründer
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Was wir bereits wissen
Mit seinem Unternehmen für einfachen Zahlungsverkehr hat Jonas Piela (29) aus Herdecke die Analysten des US-Magazins Forbes überzeugt. Dort steht er auf der Liste der „30 Under 30“ weltweit.

Herdecke/Berlin.. Das US-Magazin Forbes hat die „30 Under 30“, also die weltweit vielversprechendsten Nachwuchshoffnungen bei erfolgreichen Startups ausgezeichnet. Einer unter 30 und einer der 30 Besten ist der Herdecker Jonas Piela, der in Berlin ein Unternehmen für einfachen Zahlungsverkehr gegründet hat. „Sende Geld in 3 einfachen Schritten“, das macht die App von Avuba möglich. Ein System, das die Analysten des Forbes-Magazins überzeugt hat.

Einfaches Zahlungsverfahren

Der 29-Jährige wurde im Bereich Consumer Tech unter die 30 Besten gewählt – gemeinsam mit Instagram-Gründer Mike Krieger (28), Humin-Gründer Ankur Jain (24) oder Swiftkey-Gründer Jon Reynolds (29). „Das macht mich natürlich besonders stolz, mit diesen Leuten in einer Reihe zu stehen“, sagt Jonas Piela. Das ganze Team brauche noch ein wenig, um überhaupt zu realisieren, was da passiert sei. „Aber es bestätigt uns, dass wir auf dem richtigen Weg sind.“

Beim Anruf in Berlin ist Jonas Piela gerade unterwegs zu einem geschäftlichen Termin. „In fünf Minuten kommt meine S-Bahn, dann fahre ich zehn Minuten“, erklärt er, dass er genug Zeit hat, Zweck und Ziel seines Start ups zu erklären. Das passt, denn die Idee, mit der Piela die Forbes-Auszeichnung gewonnen hat, besticht durch ihre Einfachheit. „Avuba versucht, Europas einfachstes Zahlungsverfahren zu sein“, heißt es bei Forbes. „Zahle in Sekunden Geld zurück: Kaffee mit Freunden, gemeinsame Geschenke oder geteilte Kosten in der WG“ wirbt Avuba auf seiner Internetseite. „Man schickt einen Link an den Empfänger, der gibt seine Kontodaten ein und schon hat er das Geld“, erläutert Piela. Da ist seine S-Bahn noch nicht einmal in den Bahnhof eingefahren. „Ich wollte etwas machen, das ich selbst gerne hätte“, beschreibt der Herdecker seine Motivation, sich vom Marketing-Sektor zu verabschieden und gemeinsam mit Oliver Lukesch und Wilken Bruns Avuba zu gründen. Als Online-Kunde einer traditionellen Bank war er zunehmend genervt, täglich aufs neue vielstellige Zahlencodes einzutippen und zur Sicherheit „Pins“ und „Tans“ zu verwenden. Das muss einfacher gehen – mit dieser Idee machte sich Piela auf die Suche nach Partnern. Und fand sie.

Von Herdecke nach Berlin

2013 wurde das Unternehmen gegründet, im September 2014 gingen die Gründer an den Markt. „Inzwischen sind wir sieben Leute und können alle gut leben“, sagt Piela.

Studiert hat Jonas Piela an der Wirtschaftsfakultät der Universität Witten/Herdecke (UW/H). „Das Wirtschafts-Studium dort mit seiner konstanten Aufforderung zum Selberdenken ist der richtige Nährboden für erfolgreiches Unternehmertum“, sagt er rückblickend auf seine Zeit in Witten, in der er schon als Studierender erste Gründererfahrungen mit einer Online-Börse für Lehrbücher sammelte. Später gründete er in Berlin die Content-Marketing-Agentur suxeedo mit einem weiteren Absolventen der UW/H, Benjamin Wienzoschek. Und nun landet er mit Avuba im renommierten Forbes-Ranking. Von Herdecke nach Berlin, für Piela ein konsequenter Schritt. „Hier sitzen die richtigen Partner und Mitarbeiter für Unternehmen wie unseres“, erklärt der Start-up-Gründer. Und anders als man angesichts all dieser virtuell vernetzten Menschen glaubt, zählen da die direkten Kontakte, wenn es ums Geschäft geht.

„Soziales Leben zu digitalisieren, das funktioniert nicht“, sagt Piela. Da gehöre das Treffen beim Kaffee oder abends beim Bier einfach dazu.