Herdecker feiern Altstadtfest mit den Harzern

Geigenklänge der „Golden Strings“ hallten durch die Altstadt. Die Delegation aus Wolfenbüttel, die zur Besiegelung der Städtepartnerschaft nach Blankenburg gekommen war, hatte das Violinenorchester mitgebracht.
Geigenklänge der „Golden Strings“ hallten durch die Altstadt. Die Delegation aus Wolfenbüttel, die zur Besiegelung der Städtepartnerschaft nach Blankenburg gekommen war, hatte das Violinenorchester mitgebracht.
Foto: WP
Was wir bereits wissen
Stiftsdame Elke Bojarra, Sackträger Jupp Urbatzka und Silke Schmidt vom Stadtmarketing vertraten Herdecke beim Altstadtfest in der Partnerstadt Blankenburg.

Herdecke/Blankenburg..  Ausgerechnet am heißesten Wochenende des Jahres fuhren Stiftsdame Elke Bojarra, Sackträger Jupp Urbatzka und Silke Schmidt vom Stadtmarketing zum Altstadtfest in die Partnerstadt Blankenburg.

Das wurde, nachdem zwei Jahre lang eine Eventmanagement-Agentur das Fest wenig erfolgreich organisiert hatte, nun wieder in Eigenregie der Stadt veranstaltet. „Blankenburgs Altbürgermeister Hans-Michael Noll war ja immer wieder zur Maiwoche hier in Herdecke und hat gesehen, wie gut das hier bei uns funktioniert“, erklärt Elke Bojarra. So groß wie die Maiwoche sei das Altstadtfest zwar nicht gewesen, aber erlebnisreich waren die Tage im Harz für die Repräsentanten der Ruhrstadt dennoch.

Allein die Hitze machte etlichen Plänen und Programmpunkten einen Strich durch die Rechnung. So seien zur Eröffung des Festes am Freitagnachmittag gerade einmal 30 Leute gekommen. „Es war einfach zu heiß. Die älteren Leute, die am Nachmittag Zeit gehabt hätten, waren froh, zuhause zu sein“, erzählt Silke Schmidt, die in Herdecke bereits seit acht Jahren zum Maiwochen-Organisationsteam gehört. Und fügt lachend hinzu: „Aber wir waren ja da.“ Elke Bojarra nickt und kann sich an ihre schweißtreibenden Auftritte im Ornat noch bestens erinnern: „Dabei bin ich extra nicht in dem schwarzen Kleid gefahren, sondern in dem roten. Das ist ein ganz seidiger Stoff. Trotzdem war es heiß, nirgendwo war Schatten, und wir standen in der prallen Sonne. Die Kinder mussten ihre Auftritte auf der Bühne absagen.“ Ganz besonders leid habe ihr „der Jupp in seinen dicken Stiefeln“ getan; denn „die Temperaturen waren echt lauschig, da konnte Herdecke nicht mithalten“, versichert die Stiftsdame.

Neue Partnerschaft beurkundet

Seit 25 Jahren sind Herdecke und Blankenburg bereits Partnerstädte. Jetzt ist mit Wolfenbüttel ein weiterer Partner für Blankenburg hinzugekommen. „Die offizielle Beurkundung der Städtepartnerschaft am Samstag war ein sehr interessanter Termin und eigentlich der Höhepunkt des Programms“, sagt Elke Bojarra.

Feiern in Wolfenbüttel

Ansonsten konnten sich die Herdecker gemeinsam mit den Blankenburgern auf dem Tummelplatz vergnügen: Dort warteten eine Festmeile mit Musik und Kulinarischem, eine Händlermeile zum Flanieren, eine Erdbeermeile rund um das rote Früchtchen und eine Automeile auf Besucher. Restlos begeistert waren die Herdecker vom Schlosshotel, indem sie während des Blankenburg-Aufenthalts untergebracht waren. „Direkt gegenüber liegen barocke Gärten. Das ist einfach ein Traum und die schönste Ecke Blankenburgs“, erzählt Silke Schmidt, für die es übrigens der erste Besuch in Herdeckers Partnerstadt war.

Die nächste Begegnung mit den Blankenburgern steht auch schon fest im Terminkalender von Elke Bojarra: Anfang Oktober fährt sie zum Altstadtfest nach Wolfenbüttel, weil dort dann auch die Blankenburger zu Gast sein werden und ihrerseits die Partnerurkunde zu unterschreiben.

„Und vielleicht kommt ja der neue Blankenburger Bürgermeister Heiko Breithaupt mal zur nächsten Maiwoche“, so Silke Schmidt. „Ich hatte schon das Gefühl, dass er interessiert ist.“