Herdecke ist bei Krimilesungen wieder dabei

Ulrich Wickert bei seiner Krimi-Lesung im letzten Jahr.
Ulrich Wickert bei seiner Krimi-Lesung im letzten Jahr.
Foto: WP
Was wir bereits wissen
Krimifans dürfen sich jetzt schon freuen. Herdecke ist nächstes Jahr wieder Schauplatz beim Literaturfestival „Mord am Hellweg“.

Herdecke..  Es gilt als Europas größtes internationales Krimifestival. Bei der Neuauflage im nächsten Jahr soll der „Mord am Hellweg“ auch in Herdecke eine Fortsetzung finden. Dafür hat der Vorstand der Werner -Richard- Dr.-Carl-Dörken-Stiftung bereits jetzt grünes Licht gegeben.

Im vorigen Jahr stand Herdecke erstmals mit auf der Liste der Festival-Schauplätze. Und das Echo war aus Sicht der örtlichen Ausrichter mehr als zufriedenstellend. Drei Veranstaltungen gab es, zwei davon waren ausverkauft. Und in einem Fall hatte auch noch die Zuhörerschaft von WDR 5 ein Ohr am Herdecker Geschehen.

Für ein volles Haus sorgte „Mr. Tagesthemen“ Ulrich Wickert mit einer Lesung, und bis auf den letzten Platz gefüllt war der Werner-Richard-Saal an der Wetterstraße auch bei der Live-Übertragung für den Radiosender. Gleich mehrere Autoren stellten spannende Szenen vor und plauderten über ihr Geschäft.

Krimis spielen in der Region

Zu den weit über 500 direkten Zuhörern kamen noch einmal 120 Gäste bei einer Veranstaltung in der Dörken-Galerie. Hier lockte die österreichische Autorin Beate Maxian mit Auszügen eines Krimis, der Herdecke zum Schauplatz fiktiver Verbrechen gemacht hatte. Ihr Text erschien in einer Sammlung von Krimis, deren Handlung bewusst in der Region am Hellweg angesiedelt ist – ein fester Bestandteil des Festivalprogramms.

Im nächsten Jahr soll es wieder einen Veranstaltungsreigen geben. Welche Autoren es mit welchen Geschichten dann nach Herdecke verschlägt, kann die Dörken-Stiftung noch nicht sagen. Weil sie mit dem Ablauf, den Autoren und vor allem aber dem Besucherecho zufrieden war, kann sich das Westfälische Literaturbüro in Unna schon jetzt über das Signal aus Herdecke freuen. Beim Literaturbüro und dem Bereich Kultur der Stadt Unna liegt die Festivalleitung für „Mord am Hellweg“.

Finanzspritze fürs Festival

Auch das Regierungspräsidium hat Gefallen an dem Literaturfest gefunden. Gerade hat Regierungspräsident Gerd Bollermann den Förderbescheid für 2015 an das Westfälische Literaturbüro übergeben. 102 500 Euro stehen aus dem Landes-Programm „Regionale Kulturpolitik“ für das literarische Morden am Hellweg zur Verfügung.