Heißer Start: Feuerwehr im Dauereinsatz
01.01.2009 | 17:26 Uhr 2009-01-01T17:26:13+0100Herdecke. Für die Herdecker Feuerwehr war´s ein heißer Start ins neue Jahr: Zu insgesamt zehn Einsätzen mussten die Blauröcke an den letzten beiden Tagen des alten Jahres und in der Neujahrsnacht ausrücken. ...
... In einem Fall kamen sie gerade rechtzeitig, um das Übergreifen eines Feuers von einer brennenden Hecke auf benachbarte Mehrfamilienhäuser zu verhindern. Die brennende Hecke hätte in der Neujahrsnacht beinahe zwei Mehrfamilienhäuser am Kirchender Dorfweg angesteckt. Als die Feuerwehr kurz vor Mitternacht am Einsatzort ankam, brannte die Hecke über eine Länge von 30 Metern lichterloh. Die Wärme und der Funkenflug wurden zur Gefahr für die Wohnhäuser, bis die Feuerwehr mit 5000 Litern in letzter Minute ein Übergreifen verhinderte. Löschversuche der Anwohner waren vergeblich gewesen.
Bereits seit den frühen Morgenstunden des Dienstages kamen die Einsatzkräfte in Herdecke nicht mehr richtig zur Ruhe. Gegen 6.30 Uhr hatte die automatische Brandmeldeanlage der Sporthalle Bleichstein Alarm geschlagen. Nach Eintreffen des Löschzuges wurde allerdings festgestellt, dass ein Bedienteil der Meldeanlage eingefroren war. Der Einsatz wurde abgebrochen.
In der Neuen Bachstraße 49 wurde um 9.25 Uhr eine hilflose Person hinter einer Wohnungstür vermutet. Vor Ort stellte sich heraus, dass sich die betreffende Person gerade am Briefkasten des Mehrfamilienhauses befand. Ebenso ins Leere lief ein Einsatz am Dienstag kurz nach Mittag: Auf dem Harkortsee sollte sich ein hilfloser Schwan befinden. Am Ruderclub wurde das Rettungsboot der Blauröcke bei Minusgeraden zu Wasser gelassen. Der verletzte Schwan aber hatte sich verflüchtigt. Ein schwerer Verkehrsunfall wurde von der Polizei um 19.17 Uhr auf der Ender Talstraße gemeldet: Ein Fahrer sollte in seinem Fahrzeug eingeklemmt sein. Auch hier konnte der Einsatzleiter schnell Entwarnung geben. Eingeklemmt und verletzt war niemand.
Am Silvestermorgenging es weiter mit einem Einsatz in der Straße "Am Berge". Ein Taxifahrer hatte Gasgeruch an einer Reihenhaussiedlung wahrgenommen. Der Umweltschutzzug rückte aus. Messungen unter Atemschutz ergaben im Gebäude sowie auf der Straße keine Feststellung. Eine defekte Hydraulikleitung an einem Mercedes LKW sorgte gegen 10 Uhr für Aufregung und ein Verkehrschaos am Rewe Markt in Kirchende. Das rutschige Öl wurde mit Bindemittel abgebunden. Das Fahrzeug konnte vor Ort repariert werden.
Am Silvesterabend stand dann an der Feuerwache eine Gruppe mit 20 Einsatzkräften unter Leitung von Oberbrandmeister Christian Arndt in Alarmbereitschaft. In den vergangenen Jahren hatte es in der Silvesternacht ein erhöhtes Einsatzaufkommen gegeben. Um 20.34 Uhr kam dann der erste Alarm: "In der Erdbrügge" stand ein Altpapiercontainer sowie ein Altkleidercontainer in hellen Flammen. Brandstiftung ist nicht auszuschließen: Ein Zeuge sah eine Gruppe Jugendliche wegrennen.
Zum Jahreswechsel um Punkt null Uhr waren die Blauröcke noch an der brennenden Hecke im Einsatz: Zwischen Böllern und Raketen wurde gelöscht. Nach eineinhalb Stunden war der Einsatz beendet. Es entstand ein Sachschaden von etwa 1000 Euro. Das Feuer wurde eindeutig durch Brandstiftung gelegt. Vermutlich haben Jugendliche die Hecke angezündet. Die Schutzpolizei ermittelt. An der Hauptstraße brannte schließlich auf Höhe eines Supermarktes gegen 1.30 Uhr eine Altpapiertonne.
"Wenn man diesen Jahreswechsel mit den vergangenen vergleicht, kann man von einem sehr unruhigen Jahreswechsel sprechen", so ein Feuerwehrsprecher.
13:02
@ Mhede.
Zum Thema kontrollfahrt.
Das wir hier in Herdecke eine reine Freiwillige Feuerwehr haben, und keine Hauptamtlichen Kräfte besitzen, müssten dann die Freiwilligen nach ihrer Arbeit, auch noch in ihrer Freizeit Papiercontainer kontrollieren.
Ich glaube das geht ein wenig zuweit.
Tun sie doch mal was gutes für die Allgemeinheit und kontrollieren Sie doch die Papiercontainer und rufen bein Entsorger an.
10:13
Guten Morgen,
Zum Thema AltpapierContainer:
Warum macht die Feuerwehr nich vorher mal ne Patroillienfahrt und schaut welche Container überfüllt sind? Dann wendet man sich an die zuständige Recyclingfirma, die sollen ihren A..... bewegen und leeren, so hat man dann nicht nen riesen Brandquelle.
Die Einsatzkosten sollten dann die zahlen.
Und nicht der Steuerzahler.