Hallenbad Oberwengern vor der Wiedereröffnung

Das Hallenbad in Oberwengern steht vor der Wiedereröffnung. Architektin Wencke Habbes kontrolliert das Einlassen des Wassers.
Das Hallenbad in Oberwengern steht vor der Wiedereröffnung. Architektin Wencke Habbes kontrolliert das Einlassen des Wassers.
Foto: WP
Was wir bereits wissen
Nach einer langen Sanierungsphase öffnet das Hallenbad in Oberwengern voraussichtlich Anfang März wieder seine Türen. Nicht nur technisch wurde das Bad instand gesetzt. Auch optisch hat sich etwas getan.

Wetter..  Noch sieht es richtig nach Baustelle aus. Staub, Stapel von Fliesen, Mörtelsäcke. Und doch lässt sich erahnen, was die Badbesucher ab März in Oberwengern erwartet. Ein in Teilen saniertes Hallenbad, das mit der technischen Optimierung als Nebeneffekt auch eine kleine Schönheitskur bekommen hat.

Feuchtigkeit im Untergeschoss des Bades hatte eine Sanierung notwendig gemacht. Und wie es beim Bauen so ist, ergibt sich mit der einen Maßnahme die nächste. Bei den notwendigen Abdichtungsarbeiten rund um die beiden Schwimmbecken entdeckten die Planer gravierende Schäden an den knapp 30 Betonstützen. „Durch die ständige Feuchtigkeit waren die Eisen in den Stützen korrodiert“, erläutert Wencke Habbes, die als Architektin beim städtischen Gebäudemanagement für den Umbau verantwortlich ist.

Bank wärmt nicht mehr

Aus der Not, den Betonmantel im unteren Stützenbereich zu verstärken, machte die Architektin eine optische Tugend: Mit einem Fliesenmosaik versehen, bilden die roten Pfeiler einen farbigen Kontrast zum neuen, steingrauen Fliesenboden. Gleiches gilt für die ehemalige Wärmebank, die in ihren letzten Tagen allerdings nur noch selten gewärmt hat. „Das ist in Zeiten von hohen Energiekosten nicht mehr zeitgemäß“, erklärt Habbes, dass die neue blaue Bank nun grundsätzlich nicht mehr wärmt. Zudem seien Technik und Material sehr anfällig. „Durch die Temperaturunterschiede kam es immer wieder zu Schäden.“

Die kleinen blauen Mosaikfliesen finden sich auch in den sanierten Duschen wieder. Eine optische Spielerei, die für Wencke Habbes allerdings nur nebensächlich ist. „Wir haben hier vor allem die Belüftung verbessert, was zum Beispiel Schimmelbildung vorbeugt.“ Die gemauerten Trennwände sind verschwunden, sie werden durch leichte Resopalwände ersetzt. Und was die Badbesucher freuen wird: Niemand muss mehr durch den kalten Durchgang erst Richtung Umkleide und dann zurück in die Dusche. „Der Zugang ist direkt möglich“, sagt Habbes und betont, dass damit auch die Toiletten bequemer zu erreichen seien. Das wiederum könne sich nur positiv auf die Wasserqualität auswirken. Verzichten müssen die Abgehärteten unter den Badegästen aus diesem Grund auch auf die kalte Dusche am Beckenrand. „Das war nicht sehr hygienisch.“

Babybecken in neuer Form

Während Wencke Habbes erklärt, dass die neuen weißen Wandfliesen ebenfalls als Nebeneffekt der Bodensanierung notwendig wurden, beginnt es im Becken zu blubbern. Das Wasser läuft ein, allerdings nur mit halber Kraft. „Wir müssen das Becken sehr langsam befüllen, weil das Dickbett, in dem die Fliesen liegen, über die Monate der Bauzeit ausgetrocknet ist“, so Habbes. Würde man nun sehr schnell Wasser einfüllen, könnten Fugen reißen und das Becken würde beschädigt. „Das wollen wir nicht riskieren.“ Also geben sich die Planer eine Woche Zeit fürs Befüllen und eine weitere Woche, um das Wasser anzuwärmen. Läuft auch technisch alles glatt, kann Anfang März eröffnet werden.

Bis dahin ist auch das Babybecken in seiner neuen Form fertig. Hier wurde die Plastikkonstruktion entfernt und das geflieste Becken in neuer Form erweitert. Etwa sechs Wochen mehr Bauzeit – angesichts der hinzugekommenen Arbeiten nicht viel. Was für Habbes aber noch wichtiger ist: „Wir sind mit dem Budget ausgekommen, trotz der Dinge, die zusätzlich angepackt werden mussten.“